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Bayer Leverkusen
Schmidt zieht positives Trainingslager-Fazit

Bayer 04 Leverkusen: Roger Schmidt zieht positives Fazit
Roger Schmidt war mit dem Trainingslager in Österreich zufrieden. FOTO: dpa, mb nic
Zell am See. Eine letzte Einheit im Trainingslager in Zell am See am Freitagmorgen und dann trat die Mannschaft von Bayer 04 die Heimreise an. Das Fazit nach dem neuntägigen Aufenthalt im Salzburger Land: Die Werkself verabschiedet sich mit einem guten Gefühl Richtung Deutschland. Von Stefanie B.-Sandmeier

Trainer Roger Schmidt war bester Laune, und das konnte er auch sein. Der 3:1-Testspielerfolg gegen den AC Florenz bestätigte die guten Eindrücke der vergangenen Tage noch einmal. Die Leverkusener gefielen offensiv durch drei schön heraus gespielte Tore von Levin Öztunali, Admir Mehmedi und dem munter aufspielenden Kevin Kampl. Wenn es etwas zu bemängeln gab, dann, dass die Defensive einige Situationen hätte "besser ausspielen" können. Unterm Strich steht: "Es war ein sehr schöner Abschluss. Trotz der harten Trainingseinheiten haben wir nochmal guten Fußball gezeigt und viele Dinge umgesetzt, die wir uns als Trainingsschwerpunkte vorgenommen haben. Deshalb können wir mit dem Trainingslager zufrieden sein", sagte der 49-Jährige.

Herausheben wollte der Coach freilich niemanden, Schmidt betonte wie so oft, dass "es ja immer um die Mannschaft geht. Wenn wir mit großer Geschlossenheit die Dinge umsetzen, die wir uns vornehmen, sieht man, wie stark wir dann wirken. Wenn ich etwas hervorheben soll, dann den Mannschaftsgeist", fügte Schmidt an. "Die Mischung aus Freude, Gelassenheit und konzentrierter Arbeit ist genau die Grundlage, die man braucht, um letztendlich auch weiterzukommen. Das Trainingslager hat uns gutgetan, was die Stimmung in der Mannschaft angeht, um da auch weiter zusammenzuwachsen. Auch fußballerisch haben wir einen Schritt nach vorne gemacht."

Tatsächlich waren die Tage in Österreich von großer Harmonie geprägt. Dabei wirkte auch der Trainer selbst locker wie lange nicht. Er weiß um die Stärke und Qualität seines Kaders und die Möglichkeiten, die er mit ihm hat – wenn seine Spieler annähernd gesund bleiben. Schmidt hat sich genau diesen Konkurrenzkampf gewünscht und in den Tagen von Österreich auch noch einmal angeheizt. Die Mannschaft ist auf allen Positionen mehrfach gut besetzt. Schmidt hat Spieler, die mehrheitlich flexibel einsetzbar sind und ihm dadurch enorme Variationsmöglichkeiten bieten. Beste Voraussetzungen, eine Spielzeit in drei Wettbewerben konstanter abschließen zu können als zuletzt.

Schmidt als Motivationskünstler gefragt

Dafür braucht der 49-Jährige einen zweiten Anzug – und den hat er jetzt. Der Bayer-Kader war selten zuvor so breit und gut besetzt. Schmidt weiß, dass es angesichts des zu erwartenden Konkurrenzkampfes innerhalb der Mannschaft insbesondere auch auf sein Motivations- und Moderationsgeschick ankommt. "Das muss man in der Mannschaftsführung als Trainer hinbekommen. Das funktioniert am besten, wenn die Mannschaft das Gefühl hat, es geht um die bestmögliche Formation für das nächste Spiel", sagt er. "Wenn alle an einem Strang ziehen, profitiert jeder vom anderen."

Die bislang "sehr gute Atmosphäre" stimmt ihn zuversichtlich, dass dies gelingen kann. "Die Spieler gehen hervorragend miteinander um, alle strahlen viel Freude aus. Gerade dieses Wachsen einer Mentalität, die außergewöhnliche Mannschaften auszeichnet, ist mir besonders wichtig."

Was in der kommenden Saison mit diesem Team tabellarisch möglich ist, vermag Schmidt nicht zu sagen. Wenn er "unser bestes Jahr" ankündigt, geht es dem Coach darum, einhergehend mit der Optimierung des Kaders "stabiler und konstanter auf hohem Niveau zu spielen". Also den eigenen Spielstil weiterzuentwickeln. Dann, so hofft man bei Bayer 04, wird sich automatisch auch der Erfolg einstellen. Der erste Gradmesser wartet bereits gleich am ersten Spieltag (27. August) mit Borussia Mönchengladbach.

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