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Bayer Leverkusen
Holzhäuser rechnet mit de Bruyne
Das ist Kevin de Bruyne
Das ist Kevin de Bruyne FOTO: dpa, yk ss
Leverkusen. Bayer 04-Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser hat eingeräumt, dass der Werksclub in punkto Transferbemühungen in der Öffentlichkeit derzeit nicht gerade das beste Bild abgibt. Von Stefan Klüttermann

"Für den gemeinen Fan muss der Eindruck entstehen, dass wir der Musik hinterherlaufen. Und im Fall von Sokratis war es letztlich ja auch so", sagte Holzhäuser. Werder Bremens Aufsichtsrat hatte einem Wechsel seines Innenverteidigers nach Leverkusen bereits zugestimmt und dieser selbst ausführlich mit Sami Hyypiä über seine künftige Rolle telefoniert, ehe er am Montag der Vorwoche Richtung Dortmund umschwenkte, wo er inzwischen einen Vertrag bis 2018 unterschrieb.

Holzhäuser machte nach eigener Aussage zuletzt mehrfach die Erfahrung, dass der BVB sich in Bemühungen um einen Spieler einschaltete, nachdem ein Leverkusener Interesse an selbigem publik geworden war. "Vielleicht sind wir Borussia Dortmund zu nahe gekommen. Vielleicht will Dortmund uns als Konkurrenten klein halten", mutmaßte der 63-Jährige. Die Werkself lag am Saisonende nur einen Zähler hinter dem BVB.

Beide Vereine bemühen sich auch um eine Verpflichtung von Kevin de Bruyne. Wobei die Borussen offenbar beim FC Chelsea mit einem Kaufangebot und einem lukrativen Fünf-Jahres-Vertrag für den Belgier vorstellig wurden, während Bayer 04 eine Ausleihe als Bestandteil des Verkaufs von André Schürrle nach London akzeptieren würde. "Wir sind uns mit Chelsea einig. Sie kaufen Schürrle für eine bestimmte Ablösesumme, und im Gegenzug leihen wir de Bruyne kostenlos für ein Jahr aus. Ich gehe davon aus, dass Chelsea zu dem steht, was vereinbart wurde", sagte Holzhäuser.

Einer, der seit Mittwoch definitiv nicht (zurück) nach Leverkusen wechselt, ist Bayern Münchens Co-Trainer Peter Hermann. Der 61-Jährige schließt sich in gleicher Funktion bis 2015 dem FC Schalke 04 an und schlägt somit das Angebot von Bayer 04 aus, ab Sommer dort als Scout zu arbeiten. Beim Gastspiel mit den Bayern in Leverkusen Mitte März hatte Hermann noch mit dem Hinweis auf sein Alter vehement auf die Feststellung gedrungen, dass er ab Sommer nicht als Co-Trainer arbeiten werde. "Ich will gerne zurück, aber definitiv nur Scouting", sagte Hermann damals.

Quelle: RP/ac/can
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