| 13.15 Uhr

Borussia Mönchengladbach
Mit Derby-Note 3,38 fällt Johnson schon ab

Das 1:0 gegen Köln im Notencheck
Das 1:0 gegen Köln im Notencheck FOTO: Dirk Päffgen
Mönchengladbach. Nur weil er nicht auffällt, muss das nicht zwangsläufig heißen, dass Fabian Johnson bislang eine durchwachsene Rückrunde spielt. Doch beim 1:0 gegen den 1. FC Köln blieb er mit einer soliden Leistung bereits klar hinter den Kollegen zurück – weil die ziemlich gut waren. Von Jannik Sorgatz

Eine 3,38 erhielt Johnson im Schnitt von den sieben Redaktionen, die mit ihren Einzelkritiken in unserem Notencheck auftauchen. Einerseits ist das, zusammen mit dem 5:1 gegen Werder Bremen, die beste Bewertung des US-Amerikaners nach der Winterpause. Andererseits landete er im Mannschaftsvergleich gegen Köln auf dem letzten Platz. Dabei hatte ihm 11freunde.de vor dem Derby eigens einen Artikel mit der Schlagzeile "Diesen Spieler sollte man sich heute mal genauer anschauen" gewidmet.

Johnson hat die verblüffende Fähigkeit, unter dem Radar zu fliegen, ohne dass das Spiel an ihm vorbeiläuft. Zudem kann er glänzen, ohne aufzufallen. Gegen Köln gewann er 50 Prozent seiner Zweikämpfe, brachte 87 Prozent seiner Anspiele zum Mann, schoss einmal aufs Tor, foulte einmal und wurde selbst zweimal von den Beinen geholt. Am Angriff, der zum 1:0 führte, war er als einer von drei Feldspielern nicht aktiv beteiligt. Was fängt man damit an als Notengeber?

Wenn eine Redaktion sich für ein System mit Plus- und Minus-Noten entscheidet, ist eine glatte Drei die Mitte (Rheinische Post, Westdeutsche Zeitung). Wird in 0,5er-Schritten bewertet, ist die Mitte eine 3,5 (Torfabrik, Spox, Kicker). Bei "Bild" und "Welt", die nur glatte Noten verteilen, gibt es dementsprechend keine Mitte. Fast überall landete Johnson deshalb im grundsoliden Mittelmaß, die glatte Vier von Spox kann man bereits als Ausreißer bezeichnen. Neben Oscar Wendt ("Bild") war er damit der einzige Borusse, der überhaupt eine so schlechte Einzelnote erhielt.

Auf der anderen Seite des Spektrums war Matchwinner Mo Dahoud der einzige latente Ausreißer: Durchschnittsnote 1,81, von der "Welt" sogar die Bestnote, von "Torfabrik" eine 1,5 und von unserer Redaktion eine 2+ (umgerechnet also eine 1,67). 

Ansonsten spiegeln die Noten bestens den Eindruck wider, dass kein Borusse in irgendeine Richtung herausragte. Es war ein guter Auftritt gegen Köln, 72 von 77 Einzelnoten bewegen sich im Bereich von 2,0 bis 3,5. 

Nach der Hinrunde lag Johnson im Ranking unserer Redaktion übrigens weit vorne. Auch in der Rückrunde wird der Tag kommen, an dem der 28-Jährige wieder eine Zwei auf dem Zeugnis hat, vielleicht schon nach dem Spiel gegen den FC Augsburg am Sonntag. Denn ein Platz auf der Bank steht nicht wirklich zur Debatte.

 

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