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Dubiose Zahlung
Ethikkommission leitet Verfahren gegen Blatter und Platini ein

Reaktionen: "Rote Karte für Blatter und Platini"
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Zürich. Den suspendierten Fußball-Funktionären Joseph S. Blatter (Schweiz) und Michel Platini (Frankreich) droht neuer Ärger. Wie der Weltverband Fifa am Montag mitteilte, hat die rechtsprechende Kammer der Ethikkommission ein formelles Verfahren gegen das wegen einer dubiosen Zahlung von zwei Millionen Schweizer Franken (1,8 Millionen Euro) gesperrte Duo eingeleitet. Die Kammer unter dem Vorsitz des Münchners Hans-Joachim Eckert erwartet ein Urteil im Dezember.

Eckert und Co. hatten die Abschlussberichte über die laufenden Untersuchungen erst in der vergangenen Woche erhalten und werden ebenso wie zu den geforderten Sanktionen nichts veröffentlichen, um die Privatsphäre und die Unschuldsvermutung von Blatter und Platini zu wahren. Beide sollen vor der Kammer die Gelegenheit bekommen, ihre Sicht der Dinge zu schildern.

Die beiden Funktionäre waren am 8. Oktober wegen der Zahlung von der Ethikkommission für jeweils 90 Tage gesperrt worden. Das Geld hatte Platini im Februar 2011 von Blatter erhalten, angeblich für Platinis Beratertätigkeit im Zeitraum 1998 bis 2002. In der Fifa-Bilanz tauchte diese Summe aber nicht auf.

Beide bestreiten die Vorwürfe und verweisen auf die Rechtmäßigkeit der Zahlung. Ihnen droht aber weiter die statutengemäße Verlängerung der provisorischen Sperre um 45 Tage, sollten die Vorwürfe nicht entkräftet werden. Platini will am 26. Februar zum neuen Fifa-Präsidenten gewählt werden. Als Kandidat nachrücken kann er aber nur, wenn er nicht mehr suspendiert ist.

(ems/sid)
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