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Fortuna Düsseldorf
Strohdiek trifft Freunde fürs Leben

Das ist Christian Strohdiek
Das ist Christian Strohdiek FOTO: Falk Janning
Düsseldorf. Fortuna Düsseldorfs Innenverteidiger Christian Strohdiek muss am Sonntag (13.30 Uhr, Live-Ticker) zum ersten Mal gegen den SC Paderborn spielen - jenen Klub, dessen Trikot er mehr als die Hälfte seines Lebens trug. "Ich freue mich riesig darauf", sagt der 27-Jährige. Von Bernd Jolitz

Christian Strohdiek und Paderborn – bis Mitte Juni war das eine Einheit. In der 143.000-Einwohner-Stadt in Ostwestfalen wurde er am 20. Januar 1988 geboren, dort verbrachte er seine Kindheit, dort lebt fast seine ganze Familie. Und dort, beim SC Paderborn, spielte er 15 Jahre lang Fußball. Bis sich Strohdiek entschloss, eine neue Herausforderung zu suchen. "Ich wollte sportlich, aber auch menschlich einen Schritt nach vorn machen", erklärt er. "Deshalb bin ich zu Fortuna gewechselt. Denn wirklich weiterentwickeln kann ich mich nur, wenn ich das gewohnte Umfeld verlasse und auswärts schwimmen lerne."

Die ersten Schwimmzüge an neuer Wirkungsstätte gelangen Strohdiek schon sehr gut. Zwar hielt er beim frühen Führungstor Union Berlins gegen Fortuna ein kleines Nickerchen ("das geht ganz klar auf meine Kappe, Torschütze Benjamin Kessel war mein Gegenspieler"), steigerte sich anschließend aber in eine starke Form und hätte sogar fast einen Treffer erzielt. "Leider hat Fabian Schönheim meinen Schuss von der Linie gekratzt", erinnert sich der Innenverteidiger.

Fortuna bereitet sich intensiv auf Paderborn-Spiel vor FOTO: Falk Janning

Doch so gut der Auftakt beim 1:1 in Berlin auch war: Erst am Sonntag wartet auf Christian Strohdiek ein wirklich besonderer Tag. Der Spielplan der 2. Fußball-Bundesliga will es so, dass er in seinem ersten Heimspiel für Fortuna - das er in der fraglos gut gefüllten Arena ohnehin schon als Erlebnis empfunden hätte - gleich auf seine alte Liebe trifft. "Ich freue mich riesig darauf, gegen den SC Paderborn zu spielen", versichert er. "Mit diesem Verein bin ich gewachsen, in die Zweite und dann sogar in die Erste Liga aufgestiegen. Nur, wenn Freundschaften entstehen, kann man mit einem Verein mit den Möglichkeiten des SCP solche Erfolge feiern." Strohdiek glaubt fest an deren Nachhaltigkeit: "Was wir gemeinsam erlebt haben, verbindet ein Leben lang."

Für den Vergleich am Sonntag bietet das gute Verhältnis, das der 1,92-Meter-Mann nach wie vor zu den Ex-Kollegen hat, jedoch einen zusätzlichen Ansporn. "Die Vorfreude auf die alten Jungs ist riesig, aber es geht in diesen 90 Minuten nicht darum, Freundschaften zu pflegen", betont Strohdiek. "Es geht um drei Punkte." Dabei ist ihm klar, dass Fortunas Aufgabe durch die Auftakt-Heimpleite der Ostwestfalen gegen Bochum (0:1) nicht leichter geworden ist. "Der SCP sollte sich aber darauf einstellen, dass es auch für ihn nicht leicht wird", sagt er. "Wir sind keine Laufkundschaft."

Fromlowitz trainiert bei Fortuna mit FOTO: Falk Janning

In Berlin stellte Fortuna diese Aussage bereits unter Beweis, wobei Strohdiek besonders positiv auffiel, wie ausgeprägt der Zusammenhalt in seinem neuen Team bereits ist. "Unser gemeinsamer Jubel vor der Fankurve sagte da doch mehr als tausend Worte." Eine Fortsetzung wünscht er sich im ersten Heimspiel, in dem er - nimmt man die Einträge der SCP-Fans auf seiner Facebook-Seite zum Maßstab - auch in der Gästekurve mit einem freundlichen Empfang rechnen darf. Zur Sicherheit hat Strohdiek aber auch jede Menge familiärer Unterstützung im Stadion. "Ich habe alle Mitspieler Karten für meine Leute besorgen lassen", erzählt er. "Mit meinem eigenen Kontingent wäre ich nie hingekommen." Noch ein Stück Heimat mehr also für den 27-Jährigen.

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Quelle: RP
 
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