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| 17.28 Uhr

Aue startet verspätet in Saison
Ein Ex-Fortune arbeitet am Durchbruch

Das ist Arianit Ferati
Das ist Arianit Ferati FOTO: Falk Janning
Düsseldorf. Arianit Ferati muss noch einige Entwicklungsschritte machen, bis er ein Bundesligafußballer ist. Darum hat der Hamburger SV den 19-Jährigen erst nach Düsseldorf und dann nach Aue verliehen. Nun empfängt er im Erzgebirge seine Ex-Kollegen. Von Jan Dobrick

Das erste Saisonspiel in Heidenheim erlebte Ferati von der Bank aus. Besser gesagt: die ersten zwölf Minuten. Er durfte sich glücklich schätzen. Während die Kollegen klitschnass vom Spielfeld rannten, hatte er ein Dach über dem Kopf. Schiedsrichter Benjamin Brand musste die Begegnung wegen eines schweren Unwetters erst unter- und schließlich abbrechen. Der Rasen wurde noch mit Laubbläsern bearbeitet, trocknete aber nicht mehr.

Die Begegnung wird am 9. August (20 Uhr) nachgeholt, gab die Deutsche Fußball Liga (DFL) bekannt. Aue startet also mit einem Heimspiel in die Spielzeit. Am Sonntag um 15.30 Uhr zu Gast im Erzgebirgsstadion: Fortuna Düsseldorf.

Tedesco holte Ferati nach Aue

Am 34. Spieltag der vergangenen Saison war das ein Duell um den Klassenerhalt. Beiden Vereinen reichte ein Unentschieden in der Esprit-Arena. Die Düsseldorfer gewannen mit 1:0 und kletterten noch auf Platz elf, Aue hielt trotz der Niederlage als 14. die Klasse. Ende gut, alles gut. Ferati war im Mai übrigens nicht mal im Kader, er musste mit der Regionalliga-Reserve beim SC Wiedenbrück ran. Jetzt erlebt er als Nummer neun in Aue einen weiteren Neuanfang.

"Ferati ist ein junger talentierter Spieler und variabel einsetzbar. Er wird seine erfolgreiche Entwicklung in Aue fortsetzen, da bin ich mir sicher", sagte Aue-Präsident Helge Leonhardt, als der Deal mit Hamburg unter Dach und Fach war. Und Domenico Tedesco ergänzte zu seinem Wunschspieler: "Wir freuen uns Ari für ein Jahr bei uns zu haben. Er ist ein dynamischer Spieler mit gutem Zug zum Tor und arbeitet sehr fleißig und aggressiv im Defensivspiel."

Nun wird Tedesco aber gar nicht mit Ferati zusammenarbeiten, denn die junge Trainerhoffnung (31) wurde von Bundesligist Schalke 04 verpflichtet, um die Königsblauen auf Vordermann zu bringen. Die "Veilchen" präsentierten Thomas Letsch als Nachfolger.

"Ich will jedem Trainer beweisen, was ich kann"

Und was sagt Ferati dazu? "Für mich hat sich mit dem Trainerwechsel nichts geändert. Ich will jedem Trainer beweisen, was ich kann", betont er im Gespräch mit der "Bild": "Natürlich habe ich als Profi den Anspruch, zu spielen" – und das am liebsten im zentralen offensiven Mittelfeld.

In Düsseldorf hatte Ferati auch große Ziele, musste aber kleine Brötchen backen. Seine Bilanz: 13 Spiele, magere 397 Minuten, ein Tor, zwei Vorlagen. Als es für den Zweitligisten am Ende ernst wurde, spielte Ferati gegen Oberhausen oder in Sprockhövel. In Heidenheim sah er die ersten Minuten der Zweitliga-Saison 2017/18 von der Bank aus. Gegen die Fortuna könnte dank der Extramotivation ein Platz in der Startelf winken. Es wäre wohl an der Zeit, nicht nur sich, sondern auch Düsseldorf, Hamburg und Aue etwas zu beweisen.

 
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