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Fortuna Düsseldorf
Rensing ist egal, wer vor ihm spielt

Porträt: Über Köln und Leverkusen zu Fortuna Düsseldorf
Porträt: Über Köln und Leverkusen zu Fortuna Düsseldorf FOTO: rpo, Falk Janning
Düsseldorf. Die beiden 21 Jahre alten Talente Kaan Ayhan und Robin Bormuth bilden gegen Bielefeld die Zentrale in der Fortuna-Abwehr. Alexander Madlung und Kevin Akpoguma sind gesperrt. Für Torhüter Michael Rensing ist das kein Problem. Von Thomas Schulze

Fortuna hat in den bisherigen neun Spielen neun Gegentore kassiert und damit die viertbeste Abwehr der zweiten Fußball-Bundesliga. Nur Spitzenreiter Braunschweig (7), der Zweite Heidenheim (5) und der Vierte Würzburg (7) haben weniger Treffer kassiert. Großen Anteil an der guten Quote der Fortuna hat Torhüter Michael Rensing, der mit zahlreichen Glanzparaden der Mannschaft geholfen hat und ihr großer Rückhalt ist. Es scheint, als befinde sich der 32-Jährige, der zehn Jahre für Bayern München, anschließend für Köln und Leverkusen gespielt hat, in der Form seines Lebens. Werden Torhüter im Alter immer besser? "Das weiß ich nicht", sagt er zurückhaltend. "Daran verschwende ich keinen Gedanken. Ich versuche, in jedem Training mein Bestes zu geben. Aber im Alter kommt die Erfahrung hinzu."

Die hilft ihm in diesen Tagen in doppelter Hinsicht – beim Blick auf die Tabelle und auf die Vorderleute. "Wir stehen gut da", gesteht Rensing. 13 Punkte und Rang sieben sind nun mal Fakt. "Manch einer mag verwundert sein, dass es so gut aussieht. Wir haben Vertrauen in unsere eigene Stärke, aber wir wissen auch, wo wir herkommen. Auch in München hätten wir einiges besser machen müssen."

Der Torhüter scheut sich nicht, konkret zu werden. In der zweiten Halbzeit habe die Mannschaft die Bälle zu schnell verloren. "Wir hätten den Ball halten und den Gegner laufen lassen müssen", sagt er. "Da sind wir in alte Muster verfallen und waren viel zu passiv." All das beunruhigt ihn aber nicht, denn die Mannschaft befinde sich in einer Entwicklung. Das müssten auch die Fans wissen, die jetzt natürlich einen Heimsieg gegen Bielefeld erwarten. "Wichtig ist, was die Trainer und Mannschaft darüber denken – und wir sind auf einem Nenner. Wenn nur ein paar Prozent fehlen, reicht es nicht. Dann geht Bielefeld auf einmal in Führung und bei uns die Sicherheit verloren. Es ist ganz egal, ob wir gegen Braunschweig oder Bielefeld spielen, wir müssen immer an unsere Grenzen gehen."

Am Freitag (18.30 Uhr) wird Fortuna die jüngste Innenverteidigung der Liga aufbieten. Weil Routinier Alexander Madlung und U21-Nationalspieler Kevin Akpoguma gesperrt sind, bilden Kaan Ayhan und Robin Bormuth das zentrale Duo. "Ich muss die Defensive dirigieren, egal, wer da spielt", sagt Michael Rensing. "Jeder hat seine individuelle Klasse. Robin hat jetzt drei Spiele gemacht. Ihm läuft keiner davon. Er verteidigt nach vorn, ist aggressiv und schwer zu überwinden." Dass Arminia in Kapitän Fabian Klos einen der besten Zweitliga-Torjäger in ihren Reihen hat, bereitet Rensing keine Sorgen: "Jede Mannschaft hat einen Torjäger, in München war es Mölders. Die Trainer werden uns Videos zeigen und darauf einstellen."

Fortuna liegt im Soll, hat sich ein Sieben-Punkte-Polster zu Rang 16 geschaffen. Über ein neues Saisonziel wird aber (noch) nicht nachgedacht. "Es bleibt dabei, dass wir eine ruhigere, bessere Saison spielen und den Abstand nach unten vergrößern wollen", sagt der Torhüter. "Wenn das gelingt, können wir nach 25 oder 30 Spieltagen ein neues Ziel ausgeben."

Quelle: RP
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