| 22.07 Uhr

Financial Fair Play
Uefa führt die Möglichkeit einer Selbstanzeige ein

Diese Vereine wurden von der Uefa gesperrt
Diese Vereine wurden von der Uefa gesperrt FOTO: dpa, Laurent Gillieron
Prag. Die Europäische Fußball-Union (Uefa) hat bei der Überarbeitung der Regularien zum Financial Fair Play (FFP) die Möglichkeit einer Selbstanzeige eingeführt. Damit können sich zukünftig betroffene Profi-Clubs proaktiv an die Uefa wenden und eine freiwillige Vereinbarung zur Restrukturierung ihrer Finanzen beantragen.

Dieses sogenannte "Voluntary Settlement Agreement" stellte der europäische Verband am Montag im Anschluss an das Meeting der Uefa-Exekutive in Prag vor.

Das Financial Fair Play wurde 2011 eingeführt und verpflichtet die Klubs dazu, nicht mehr Geld auszugeben als sie einnehmen. "Die neuen Regeln sollen das finanzielle Fairplay erweitern und stärken", erklärte Uefa-Präsident Michel Platini in einem Statement. Wenn ein Club die Gefahr eines Regelverstoßes erkennt oder bereits gegen Regeln verstoßen hat, kann er sich mit einem Businessplan mit festgelegten Bilanzzahlen für jedes Geschäftsjahr an die Uefa wenden.
Die räumt dem Verein vier Jahre zur Konsolidierung ein und kontrolliert den Prozess. Bei einer Selbstanzeige entfallen die üblichen finanziellen Sanktionen.

Bisher wurde Vereinen diese Kontroll-Vereinbarung aufgezwungen, wenn sie gegen das FFP verstoßen hatten. Die Sünder, die sich nicht zu erkennen geben, werden auch in Zukunft so behandelt und mit Geldstrafen belegt.

(dpa)
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