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Olympische Sommerspiele
Rio hält trotz Verschmutzung an Segelrevier fest

Segel-Gewässer in Rio völlig verdreckt
Segel-Gewässer in Rio völlig verdreckt FOTO: afp, YC/ms
Rio de Janeiro. Die Organisatoren der Olympischen Spiele 2016 wollen trotz besorgniserregender Wasserverschmutzung am Segelrevier in Rio de Janeiro definitiv festhalten.

"Keine Chance", sagte Bürgermeister Eduardo Paes der Deutschen Presse-Agentur auf die Frage, ob eine von Verbänden ins Spiel gebrachte Verlegung in das 190 Kilometer nördlich von Rio gelegene Segelrevier von Buzios eine Alternative sein könnte.

Bei den Testwettbewerben in der Guanabara-Bucht habe es keine Probleme gegeben. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) und mehrere Sportverbände haben eigene Wasseranalysen angekündigt. Der Berliner 49er-Steuermann und Europameister Erik Heil hatte sich nach der Testregatta durch multiresistente Bakterien Wundinfektionen zugezogen - die Organisatoren wiesen aber den Vorwurf zurück, diese könne der Wasserqualität geschuldet sein.

Derzeit befinden sich rund 300 Medienvertreter in der Stadt, um sich über den Stand der Vorbereitungen zu informieren. Laut Paes ist der Olympiapark im Stadtteil Barra zu 89 Prozent fertig, im Olympiastadion fehlen aber einige Tribünen und die Laufbahn.

Die Gesamtkosten für die ersten Olympischen Spiele in Südamerika sollen sich inklusive der Infrastrukturmaßnahmen wie einer neuer Metro-Linie auf 38,7 Milliarden Reais (8,8 Mrd. Euro) belaufen - nur die 46 Olympiaprojekte sollen 6,67 Milliarden Reais (1,51 Mrd. Euro)
kosten. Paes meinte, alles werde rechtzeitig fertig. Wegen der tiefen wirtschaftlichen Krise sind die Organisatoren darauf bedacht, dass die Olympiakosten nicht weiter steigen.

(dpa)
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