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Tennis in Toronto
Kollektive Pleite für Petkovic, Kerber und Co.

Porträt: Andrea Petkovic: Ulknudel und Kämpferin
Porträt: Andrea Petkovic: Ulknudel und Kämpferin FOTO: afp, dan
Toronto. Kollektives Aus für die deutschen Tennis-Frauen in Toronto: Ein Quartett um Andrea Petkovic und Angelique Kerber scheiterte an teils Hohen Hürden.

Immerhin gab es Lob von höchster Stelle, doch am Ende waren die Sympathien der Rivalinnen nur ein schwacher Trost. Deutschlands Spitzenspielerinnen Angelique Kerber und Andrea Petkovic sowie Sabine Lisicki und Carina Witthöft schieden beim WTA-Turnier im kanadischen Toronto im Achtelfinale aus. Superstar Serena Williams und Simona Halep verabschiedeten ihre Gegnerinnen mit warmen Worten.

"Andrea ist so ein liebes, so ein süßes Mädchen", sagte Williams nach dem lockeren 6:3, 6:2 auf dem Hartplatz der kanadischen Metropole: "Wenn ich sie in der Umkleidekabine sehe, dann muss ich einfach lächeln. Solchen Leuten wie ihr wünsche ich immer nur das Beste."

Für die 27 Jahre alte Petkovic war es die fünfte Pleite im fünften Duell mit Williams - ganz so deutlich wie sich das Ergebnis liest, sei es dann aber nicht gewesen, meinte die 33 Jahre alte Amerikanerin: "Sie hat gut gespielt, sie hat mich gefordert. Und sie hat mich teilweise sogar ein bisschen frustriert." Das, so meint Branchenführerin Williams, sei beim Tennis immer "sehr wichtig, und das hat sie gut gemacht".

Fotos: Wimbledon-Ladies posieren auf dem Roten Teppich FOTO: afp, bs/rb

Fed-Cup-Teamchefin Barbara Rittner war trotz des kollektiven Scheiterns ihrer Spielerinnen nicht unzufrieden. "Vier unter den besten 16 bei einem so gut besetzten Turnier, das ist ein guter Auftakt in die Hartplatzsaison", sagte Rittner dem SID: "Wenn Williams gut spielt, und sie hat gut gespielt, dann ist sie unschlagbar. Das sieht auch Petko ganz realistisch."

Auch für die frisch gekürte Stanford-Siegerin Kerber war in der Runde der letzten 16 Endstation. Die Kielerin verlor nach hartem Kampf mit 3:6, 7:5, 4:6 gegen die rumänische Weltranglistendritte Halep, die im Viertelfinale nun auf die polnische Titelverteidigerin Agnieszka Radwanska trifft.

"Nach dem tollen Turnier in Stanford ist Angie in diesem Match einfach die Luft ausgegangen", sagte Rittner. "Sie war wunderbar, sie hat so viel Selbstvertrauen", lobte Halep, nachdem sie die letzten beiden Spiele im Match zu Null gewonnen hatte.

Fotos: Lisicki lässt Venus Williams keine Chance FOTO: afp, VR/mb

Lisicki (25) scheiterte am Schweizer Teenager Belinda Bencic, beim 1:6, 6:1, 6:7 (3:7) vergab die Berlinerin im dritten Satz beim Spielstand von 5:4 einen Matchball - ehe Bencic den Tiebreak für sich entschied. Hoffnungsträgerin Witthöft (20) unterlag der ukrainischen Qualifikantin Lessia Zurenko in einer ebenfalls umkämpften Partie mit 3:6, 4:6. Julia Görges war schon in der zweiten Runde ausgeschieden.

Mit Blick auf die US Open in New York (31. August bis 13. September) sieht Rittner ihre Spielerinnen auf einem guten Weg. "Wenn man die jüngsten Ergebnisse betrachtet, gehört Angie zu den Favoriten", sagte die 42-Jährige und betonte: "Ich wünsche allen von Herzen, dass alle ihre starken Leistungen bei anderen Turnieren dann auch in New York zeigen."

(sid)
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