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Anschuldigungen über fünf ignorierte Warnungen
Scharapowa: "Das ist nicht wahr"

Die Dopingfälle im Profi-Tennis
Die Dopingfälle im Profi-Tennis FOTO: ap
Los Angeles. Tennisstar Maria Scharapowa hat nach ihrem positiven Dopingtest Anschuldigungen über fünf ignorierte Warnungen zurückgewiesen.

"Das ist nicht wahr", schrieb die Russin auf ihrer Facebook-Seite und ergänzte: "Ich suche keine Entschuldigungen. Ich habe bereits gesagt, dass ich eine Mail vom 22. Dezember 2015 erhalten habe. Die Überschrift lautete: 'Wichtigste Änderungen im Tennis Anti-Doping Programm für 2016'. Ich hätte dem mehr Aufmerksamkeit schenken sollen."

In ihrem ausführlichen Brief berichtet Scharapowa, wie tief versteckt die Informationen über die Anti-Doping-Richtlinien in der Mitteilung zu finden gewesen seien. Außerdem sei auf diversen Turnieren seit Saisonbeginn ein Laufzettel verteilt worden. "Dieses Dokument hatte tausende Wörter, viele waren technisch und in kleiner Schrift. Hätte ich es studieren sollen? Ja. Aber wenn ihr das Dokument seht, wisst ihr, was ich meine", schrieb Scharapowa.

Die Russin hatte zu Wochenbeginn zugegeben, dass sie bei den Australian Open positiv auf die verbotene Substanz Meldonium getestet worden war. Das Herzmedikament, das auch die Regeneration verbessern soll, steht seit Jahresbeginn auf der Dopingliste und wurde in den vergangenen Wochen bereits bei zahlreichen Sportlern vor allem aus dem osteuropäischen Raum nachgewiesen. Scharapowa droht eine mehrjährige Sperre.

(dpa)
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