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Rechenspiele bei den US Open
Kerber wird die Nummer eins, wenn...

Kerber muss nur im zweiten Satz kämpfen
Kerber muss nur im zweiten Satz kämpfen FOTO: ap, JJ SH
Düsseldorf/New York. Angelique Kerber hat bei den US Open noch immer die Chance, die Nummer eins der Welt zu werden. Im Vergleich zur Konkurrenz hat sie sogar einen Vorteil. Doch was muss genau passieren, damit der Traum Wirklichkeit wird? Wir haben alle Szenarien durchgerechnet. Von Antje Rehse

Sowohl Kerber als auch die aktuell Führende Serena Williams (USA) haben es in der eigenen Hand. Sollte es im Finale zum direkten Aufeinandertreffen kommen, entscheidet der Ausgang nicht nur über den Titel, sondern auch darüber, wer die alte oder neue Nummer eins wird. Doch es gibt noch andere Möglichkeiten für Kerber.

Sowohl die Kielerin als auch Williams stehen beim letzten Grand-Slam-Turnier des Jahres in Runde drei. Wenn Kerber im Turnier genauso weit kommt wie Williams, zieht sie auf jeden Fall an Williams vorbei, die im Vergleich zu Kerber aus dem Vorjahr deutlich mehr Punkte in New York zu verteidigen hat. Kleine Hoffnungen darf sich noch die Polin Agnieszka Radwanska machen. Eine weitere Kandidatin hat sich dagegen aus dem Rennen um die Spitze verabschiedet: Die Spanierin Garbine Muguruza schied schon in der zweiten Runde aus und muss den Traum vom Platz an der Sonne vorerst begraben.

Aber was muss genau passieren, damit Kerber in gut einer Woche tatsächlich ganz oben in der Weltrangliste steht? Wir haben die Szenarien aufgeschlüsselt. 

  • Kerber gewinnt die US Open: In diesem Fall ist ihr die Nummer eins sicher.
  • Kerber verliert im Finale: Soweit ihre Gegnerin dort nicht Williams heißt, also jemand anderes den Titel holt, wird Kerber die Nummer eins.
  • Kerber scheitert im Halbfinale: In diesem Fall darf Williams ebenfalls nicht über das Halbfinale hinauskommen und Radwanska nicht den Titel gewinnen, damit Kerber den Sprung an die Spitze schafft.
  • Kerber scheitert im Viertelfinale: Ob Kerber im Viertelfinale oder erst im Halbfinale scheitert, ist in diesem Fall egal. Auch bei einem Viertelfinal-Aus gilt: Williams darf es nicht weiter als ins Halbfinale schaffen und Radwanska nicht den Titel holen.
  • Kerber scheitert im Achtelfinale: Williams darf nicht über das Viertelfinale hinauskommen. Radwanska bräuchte auch in diesem Fall immer noch den Titel, um vor Kerber zu landen.
  • Kerber scheitert in Runde drei: Ist bereits in der Nacht zu Samstag, also in der dritten Runde gegen die 17 Jahre alte Qualifikantin Catherine Bellis aus den USA, Endstation für Kerber, ändert sich das Szenario im Vergleich zu einem Achtelfinal-Aus hinsichtlich Williams nicht. Die Branchenführerin müsste dann immer noch ins Halbfinale kommen, um ihre Position vor Kerber zu verteidigen. Radwanska würde in dem Fall aber der Finaleinzug reichen, um an Kerber vorbeizuziehen.
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