| 14.42 Uhr
Nordische Ski-WM
Staffel mit Gössner nur auf Rang sieben
Das ist Miriam Gössner
Das ist Miriam Gössner FOTO: dpa, Andreas Gebert
Die deutschen Skilangläuferinnen haben bei der WM in Val di Fiemme die erhoffte Staffelmedaille klar verpasst. Biathlon-"Leihgabe" Miriam Gössner landete zusammen mit Nicole Fessel, Katrin Zeller und Denise Herrmann nach 4x5 Kilometern nur auf dem siebten Rang. Gold ging an Titelverteidiger Norwegen um Superstar Marit Björgen vor Schweden und Russland. Damit wartet der Deutsche Skiverband (DSV) in Italien weiter auf seine erste Langlauf-Medaille.

"Wir haben unser Bestes gegeben. Es sollte eine Medaille werden, aber da fehlte noch etwas", sagte Bundestrainer Frank Ullrich. Auch Gössner, die über zehn Kilometer als Vierte knapp am Podest vorbei gelaufen war, konnte auf der Schlussrunde an dem enttäuschenden Abschneiden nichts mehr ändern. Im Ziel fehlten auf Bronze 1:22 Minuten, der Rückstand auf Norwegen betrug sogar 2:07,8 Minuten.

"Die Enttäuschung ist groß", sagte Gössner: "Wir wollten ganz vorne mitlaufen. Dennoch hat die WM viel Spaß gemacht." Bei der WM 2009 und Olympia 2010 hatte Deutschland mit Gössner noch Silber geholt.

Startläuferin Fessel (Oberstdorf) erfüllte zunächst die Vorgabe von Bundestrainer Frank Ullrich und hielt das DSV-Quartett im Rennen, ohne gegen Medaillen-Konkurrenten wie Schweden oder Finnland an Boden zu verlieren. "In der ersten Runde habe ich mich sehr gut gefühlt. Ich dachte, heute geht was. Leider ging dann doch nicht so viel", sagte die 29-Jährige, die auch von einem Beinahe-Sturz nicht gestoppt werden konnte. Fessel übergab auf Rang fünf.

Größere Probleme hatte anschließend Zeller. "Mein Ski lief nicht so gut. Am Ende war es nur noch ein Kampf ins Ziel", sagte die Oberstdorferin , die auf Rang sieben zurückfiel. Denise Herrmann (Oberwiesenthal) machte anschließend einen Platz gut, ehe Gössner auch noch Frankreich passieren lassen musste.

Für "Königin Marit" war es beim vierten Start in Val di Fiemme die dritte Goldmedaille. Insgesamt steht Björgen nun bei elf WM-Titeln und schloss damit in der "ewigen" WM-Bestenliste der Langläuferinnen zur Russin Larissa Lasutina auf. Die führende Jelena Wälbe (14 Titel), ebenfalls aus Russland, könnte Björgen erst bei der WM 2015 in Falun/Schweden erreichen.

Quelle: sid
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