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Finanzmärkte
Gold und Anleihen steigen nach Nordkoreas Atomtest

Finanzmärkte: Gold und Anleihen steigen nach Nordkoreas Atomtest
In Krisenzeiten ist Gold einen sichere Anlage. FOTO: dpa, ade wie fpt
Frankfurt/Main. Gold und Bundesanleihen steigen, Aktien büßen an Wert ein: Auch wenn die Anleger von Panik weit entfernt sind, die Verunsicherung an den Finanzmärkten nach Nordkoreas Atomtest ist groß.

Der neuerliche Atomtest Nordkoreas hat an den Finanzmärkten für Verunsicherung gesorgt. Sichere Anlagehäfen wie Bundesanleihen oder Gold waren am Montagvormittag gefragt. Am Devisenmarkt erhielten Währungen Zulauf, die als klassische Zufluchtsorte in unwägbaren Zeiten gelten. Die Aktienmärkte in Asien und Europa reagierten überwiegend mit Verlusten.

Nordkorea hatte am Wochenende seinen sechsten Atomtest durchgeführt. Es behauptete, es habe sich um eine Wasserstoffbombe gehandelt mit wesentlich höherer Sprengkraft als herkömmliche Atombomben. Die Kraft der jüngsten Testsprengung war nach seismographischen Aufzeichnungen die mit Abstand stärkste aller bisherigen Atomtests des diktatorisch geführten Landes.

Gold auf höchstem Stand seit fast einem Jahr

An den Finanzmärkten suchten die Anleger am Montag Schutz in sicheren Anlagehäfen. Nachgefragt wurden vor allem Staatsanleihen. Im Euroraum stiegen die Kurse der meisten Staatspapiere an. In Deutschland stieg der die Kursbewegung beschreibende Euro-Bund-Future zuletzt um 0,15 Prozent auf 165,01 Punkte.

Am Devisenmarkt stand die Währung des nordkoreanischen Nachbarlandes Südkorea unter erhöhtem Druck. Gegenüber dem Euro und dem US-Dollar gab der Won jeweils um etwa 0,8 Prozent nach. Gefragt waren dagegen Währungen, die von Anlegern als "sichere Häfen" betrachtet werden.

Neben dem Schweizer Franken zählt dazu der japanische Yen - ungeachtet der geografischen Nähe Japans zu Nordkorea. Der Euro legte zum Dollar moderat zu.

Auftrieb erhielt auch der Goldpreis. Er stieg im Vormittagshandel bis auf 1339 US-Dollar und damit auf den höchsten Stand seit fast einem Jahr. Im Vergleich zu Freitag ergab sich ein Plus von knapp 1 Prozent oder 14 Dollar. Gold gilt vielen Anlegern als "Krisenwährung", die in unsicheren Zeiten verstärkt nachgefragt wird. Im Fahrwasser von Gold stieg auch der Silberpreis an.

(csr/dpa)
 
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