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Streit um Lohn und Arbeitszeit
IG Metall kündigt Ausweitung der Warnstreiks in NRW an

IG Metall kündigt Ausweitung der Warnstreiks 2018 in NRW an
Warnstreik von Nachtschicht-Mitarbeitern in Iserlohn. FOTO: dpa, gki hjb
Düsseldorf. Die Tarifparteien der deutschen Metall- und Elektroindustrie stehen sich bislang unversöhnlich gegenüber. Nach dem Start von ersten Warnstreiks in Nordrhein-Westfalen am Montag hat die IG Metall nun eine deutliche Ausweitung der Aktionen angekündigt.

Im Tarifkonflikt der deutschen Metall- und Elektroindustrie hat die IG Metall für den Dienstag eine massive Ausweitung der Warnstreiks angekündigt. Geplant seien Aktionen in 143 Betrieben in ganz Nordrhein-Westfalen, kündigte ein Sprecher am Montag in Düsseldorf an. Insgesamt will die Gewerkschaft mehrere zehntausend Beschäftigte dazu aufrufen, die Arbeit niederzulegen. Die Warnstreiks sollen auch im Laufe der Woche weiter fortgesetzt werden.

Bereits am Montag hatte die IG Metall NRW die erste große Warnstreikwelle in dem laufenden Tarifkonflikt gestartet. Unmittelbar nach Mitternacht hatten rund 100 Mitarbeiter im Iserlohner Werk des Verhandlungsführers der NRW-Arbeitgeber, Arndt Kirchhoff, die Arbeit niedergelegt. Bis zum Vormittag bezifferte die Gewerkschaft die Zahl der Teilnehmer auf knapp 1000 Streikende. Bundesweit waren auch mehrere andere IG Metallbezirke unter anderem in Baden-Württemberg, Berlin und Brandenburg betroffen. Erste vereinzelte Warnstreikaktionen hatte es außerhalb von NRW bereits in der vergangenen Woche gegeben.

Arbeitgeber bieten zwei Prozent plus Einmalzahlung

Die IG Metall fordert sechs Prozent mehr Geld und für alle 3,9 Millionen Beschäftigten die Option, ihre Arbeitszeit befristet auf 28 Wochenstunden absenken zu können. Schichtarbeiter, Eltern junger Kinder sowie pflegende Familienangehörige sollen zusätzlich einen Teillohnausgleich erhalten, wenn sie ihre Arbeitszeit reduzieren.

Besonders die 28-Stunden-Forderung einer wird von den Arbeitgebern scharf abgelehnt und als illegal bezeichnet, weil daraus Ungleichbehandlungen gegenüber Mitarbeitern entstünden, die jetzt schon ohne Ausgleich in Teilzeit arbeiten. Die Unternehmen haben bislang Lohnzuwächse von zwei Prozent plus einer Einmalzahlung angeboten und eine Flexibilisierung der Arbeitszeiten nach oben verlangt. Die nächsten Verhandlungen finden am kommenden Donnerstag im Tarifbezirk Baden-Württemberg statt.

In Nordrhein-Westfalen wollen sich die Verhandlungspartner am 18. Januar zur dritten Runde der jeweils regional in den einzelnen Bezirken geführten Gespräche treffen. Der NRW-Verhandlungsführer der IG Metall, Knut Giesler, hatte zuvor bereits mit einer weiteren Verschärfung der Auseinandersetzung gedroht, sollte es bei dem Treffen keine Bewegung geben. Die Gewerkschaft könne nochmals kurzfristig nachlegen und über 24-Stunden-Warnstreiks entscheiden.

(wer/lnw)
 
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