| 19.45 Uhr

Riss in Seilverankerung
A40-Rheinbrücke bei Duisburg tagelang voll gesperrt

Die gesperrte A40-Rheinbrücke
Die gesperrte A40-Rheinbrücke FOTO: dpa, mg vge
Duisburg. Die Rheinbrücke Neuenkamp auf der A40 bei Duisburg musste am Mittwochnachmittag voll gesperrt werden. Bei der Überprüfung der Brücke war ein Riss entdeckt worden. Die Reparatur dürfte mehrere Tage dauern. Es kam am Mittwoch zu langen Staus.  

Wie der Landesbetrieb Straßenbau NRW mitteilte, musste die Brücke am Mittwoch ab etwa 17 Uhr in beiden Richtungen gesperrt werden. Der Grund ist ein Riss in einer Seilverankerung, der während der ständigen Überprüfung der Brücke entdeckt worden ist. 

Wie lange die Reparatur dauern wird, konnte der Sprecher noch nicht genau sagen, sicher jedoch mehrere Tage. Damit ist die wohl wichtigste Verbindung zwischen den Niederlanden und dem Ruhrgebiet dicht. Die Straßenbehörde riet dazu, den Bereich weiträumig zu umfahren. 

Die Sperrung traf viele Autofahrer jedoch völlig unvorbereitet: Am Abend staute sich der Verkehr in Richtung Venlo auf sieben Kilometern, in Fahrtrichtung Essen auf fünf – auch auf den Ausweichstrecken ging stellenweise nichts mehr.

Tipps für Autofahrer

Sperrung der A40-Rheinbrücke bei Duisburg auf unbestimmte Zeit

Autofahrern wird für die kommenden Tage empfohlen, in Richtung Essen über die A57, A42 und A59 bzw. A3, in Richtung Venlo ebenfalls über die A59 und A3, dann über die A42 und A57. Der Verkehr aus Richtung Süden soll die A44 und die A52 nutzen als Verbindung von der A57 auf die A3.

Seit drei Jahren laufen Neuplanungen

Die Rheinbrücke Neuenkamp stammt aus dem Jahr 1970. 100.000 Fahrzeuge täglich nutzen sie, darunter sind auch 10.000 LKW. Seit drei Jahren laufen die Planungen zu einem Neubau der Brücke. Die Duisburger Rheinbrücke im Verlauf der A40 ist eine so genannte Schrägseilstahlbrücke. Sie ist 777 Meter lang und hat eine Fläche von rund 28.000 Quadratmetern.

Instandsetzungsarbeiten gab es auch schon in den vergangenen Jahren: Die "Fahrbahnübergänge" wurden 1977 ausgetauscht, und schon zweimal, 1996 bis 1998 und 2010 bis 2013, wurde die Fahrbahnplatte wegen aufgetretener Risse saniert.

Seit einigen Jahren hat man auch immer wieder Schäden in den Querträgern festgestellt, die regelmäßig geschweißt wurden. Spätestens Anfang 2020 soll ein zweigeteilter Neubau mit acht Fahrspuren errichtet werden. Laut angepeiltem Zeitplan soll der erste Teil 2023 freigegeben werden.

(hsr/RP)
 
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