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Dormagen
CDU nimmt Landrat gegen SPD-Kritik in Schutz

Dormagen. Mit Befremden hat die CDU die Schuldzuweisungen der Dormagener SPD zur Kenntnis genommen, die Landrat Hans-Jürgen Petrauschke (CDU) mangelnden Sparwillen vorgeworfen und ihn in den Medien hart angegriffen habe. "Der Landrat ist genauso Opfer einer verfehlten Finanzpolitik auf Landesebene, wie dies die Stadt Dormagen über die letzten Jahre hinweg gewesen ist", meint der CDU-Fraktionsvorsitzende André Heryschek.

Schaue man sich die Finanzströme in NRW an, stelle man ganz klar fest, dass die rot-grüne Landesregierung unter Hannelore Kraft den kreisangehörigen Raum, zu dem auch Dormagen und der Rhein-Kreis Neuss gehören, systematisch gegenüber den Großstädten benachteilige, sagt der Christdemokrat. So erhalte die Stadt Duisburg pro Einwohner etwa das 15-Fache an Schlüsselzuweisungen wie der Rhein-Kreis Neuss und seine acht Gemeinden zusammen. Heryschek: "Trotzdem hat der Landrat die letzten Jahre Schulden abgebaut und dadurch die Zinsausgaben dauerhaft gesenkt." Auch die Kreisumlage sei von 44,3 Prozent in 2011 auf 39,8 Prozent in 2015 gesunken. Nichtsdestotrotz geht Heryschek davon aus, dass der Kreis durch weitere Einsparmaßnahmen die Stadt Dormagen um 100.000 Euro weniger belastet. Der finanzpolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Dieter Leuffen, ergänzt: "Ich erwarte, dass Bürgermeister Erik Lierenfeld und der SPD-Landtagsabgeordnete Rainer Thiel nicht von ihren unerledigten Hausaufgaben ablenken. Dass wir 2016 enorme Schlüsselzuweisungen in Dormagen zu erwarten haben, liegt einzig und allein an den Rekord-Gewerbesteuereinnahmen. Brechen die weg, gerät auch der städtische Haushalt wieder ins Wanken." Lierenfeld müsse selbst tun, was er vom Landrat fordert: die Aufgaben genau unter die Lupe nehmen und unnötige Ausgaben stoppen.

Quelle: NGZ
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