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Dormagen
Stadt: Landes-Pauschale für zugewiesene Asylbewerber

Dormagen. Mit etwa 750 zugewiesenen Asylbewerbern und 350 Plätzen in den Landes-Notunterkünften leben in Dormagen zum Ende dieser Woche rund 1100 Flüchtlinge. Das Land zahlt für Unterbringung und Betrieb der beiden Notunterkünfte, die die Stadt in Amtshilfe in der Turnhalle an der Beethovenstraße und im Ex-Bayer-Wohnheim, Am Wäldchen, eingerichtet hat.

Die Nachbarstadt Neuss freut sich jetzt über einen unerwarteten "Geldsegen" von 6,6 Millionen Euro aus Düsseldorf, da das Land NRW doppelt für jene Flüchtlinge zahlt, die in den Zentralen Unterbringungseinrichtungen (ZUE) leben: Das sind knapp 2000 der 2700 Flüchtlinge in Neuss. In den Genuss dieses Vorteils durch eine pauschale Zuschussüberweisung ohne Herausrechnung der ZUE-Bewohner kommen alle NRW-Kommunen, die Standort einer Landeseinrichtung zur Flüchtlingsaufnahme sind. Dazu sollen auch die Erstaufnahme-Notunterkünfte in Dormagen und Grevenbroich zählen.

Für 2016 erhalten die Kommunen zum Stichtag 1. Januar 2016 pro Flüchtling und Jahr 10.000 Euro vom Land. "Das bezieht sich auf die zugewiesenen Asylbewerber, nicht auf die Flüchtlinge in den Notunterkünften", erläuterte der Erste Beigeordnete Robert Krumbein auf Nachfrage unserer Redaktion. Aus dem Grevenbroicher Rathaus kommt ebenso die Info, dass diese Pauschale des Landes nur für die dauerhaft zugewiesenen Asylbewerber gelte.

Laut SPD-Landtagsabgeordnetem Rainer Thiel kann Dormagen für 2016 mit voraussichtlich 6,8 Millionen Euro vom Land für Flüchtlinge rechnen. Die jährliche Pauschale wird ab 2017 auf eine monatliche Auszahlung umgestellt.

(cw-)
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