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DÜsseldorf-SÜd
Garather Jugendspieler kicken jetzt mit der SG

DÜsseldorf-SÜd: Garather Jugendspieler kicken jetzt mit der SG
So macht Nachwuchsarbeit Spaß: Die E3-Jugend der SG Benrath-Hassels holte gerade erst den Pokal beimPaulchens Cup in Wersten. FOTO: SG B-H
DÜsseldorf-SÜd. Da beide Vereine keine Nachwuchsmannschaft in der A-Jugend aufstellen können, gibt es jetzt eine Kooperation. Von Helmut Senf

Zusammenarbeit statt Rivalität lautet die Devise. Die beiden Südclubs Garather SV und SG Benrath-Hassels setzen für die Saison 2017/18 im A-Jugendbereich auf Kooperation. Das Ergebnis der Kooperation: In Hassels wird es mit Beginn des Spielbetriebs Anfang September nach sechs Jahren Spielpause endlich wieder eine A-Jugendmannschaft geben, eben mit Hilfe vom Konkurrenten aus Garath.

"Beide Vereine hatten Probleme, für die bevorstehende Saison ein Nachwuchsteam in dieser Altersklasse auf die Beine zu stellen", räumt GSV-Vize Frank Muschalla ein. Da habe man aus der Not eben eine Tugend gemacht und auf Kooperation gesetzt.

Lediglich acht Akteure hätten den Garathern für eine A-Jugendformation zur Verfügung gestanden. Auch bei der SG gestaltete sich ein Aufbau für diesen Jahrgang schwierig. Da war man in Hassels froh, als der Ortsnachbar seinen Kickern - nach gegenseitiger Absprache - empfahl, sich der Spielgemeinschaft anzuschließen. "Schließlich haben wir alle ein Ziel, nämlich dass die Kinder Sport treiben", zeigt sich auch SG-Vorsitzender Wolfgang Monski dem Zuwachs aus "feindlichem" Lager aufgeschlossen gegenüber.

Auf SG-Jugendtrainer Andreas Fröhlich kommt nun die anspruchsvolle Aufgabe zu, aus einer ziemlich zusammengewürfelten Gruppe von Jungkickern ein Team zu bilden, dass sich im Liga-Alltag behaupten kann.

Neben den Ex-Garathern und einer Handvoll Eigengewächsen aus der vormaligen B-Jugend der Hasselser haben sich nach einem Facebook-Aufruf inzwischen auch einige Flüchtlingskinder aus Eritrea, Syrien, Afghanistan, Iran und Irak gemeldet, die im neuen SG-Team mitkicken wollen. Der 18-jährige Moun hat es dabei gar nicht weit zum Training. Er wohnt derzeit noch in der am Sportplatz direkt angrenzenden Unterkunft.

Andreas Fröhlich, der einst per Zufall in die Rolle als Nachwuchstrainer rutschte, als es beim SFD, wo damals sein Sohn Fabian kickte, einen Engpass gab, betreut gemeinsam mit Oliver Baehr das neue Team. Seinen Trainerschein hat der 48-jährige Bäckermeister längst erworben. "Fußball macht eben unheimlich Spaß", begründet er seine Freude an der ehrenamtlichen Tätigkeit. Tochter Sarah macht es ihm gleich. Sie trainiert bei der SG die D-Jugend.

Angesichts des Zuwachses im Jugendbereich wird es beim Training schon mal eng auf der Hasselser Sportanlage. "Alle müssen zusammenrücken", erklärt Fröhlich. Die Alten Herren toben sich beim Übungskick gegenwärtig nur in einer Spielhälfte aus. "Wir sehnen den geplanten Bau eines zweiten Kunstrasenplatzes herbei", sagt Monski. Die Flüchtlinge aus der Unterkunft auf dem SG-Gelände, wo ein zusätzliches Spielfeld entstehen soll, werden in absehbarer Zeit in andere Wohnstätten umziehen.

Quelle: RP
 
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