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Lokalsport
Boll erneut der Stärkste aus dem Borussen-Quartett

Düsseldorf. Gerne hätte Tischtennis-Profi Timo Boll die 17.000 US-Dollar Preisgeld und die 250 Weltranglistenpunkte eingestrichen, die es für den Einzelsieg bei den Czech Open gab. Lange Zeit lief es auch nach den Wünschen des 36-jährigen Borussen, doch am Ende blieben ihm 8000 US-Dollar und 125 Punkte.

Im Finale musste sich Boll (Weltrangliste/WR 7) Tomokazu Harimoto (WR 20) mit 2:4 (3:11, 11:4, 11:8, 9:11, 6:11, 9:11) beugen. Und dabei ist das japanische Wunderkind gerade 14 Jahre und 61 Tage alt. "Das Alter ist doch egal, man muss gegen jeden spielen und kämpfen", sagt Harimoto und gibt sich selbst hohe Ziele vor. "Jetzt will ich bei den Olympischen Spielen 2020 in Tokio die Goldmedaillen im Einzel und mit der Mannschaft holen." Er ist nun der jüngste Spieler, der jemals ein World-Tour-Event gewann.

Der Japaner hat sich nicht gerade als bester Freund der Borussia gezeigt, denn er schaltete im Viertelfinale bereits Bolls Vereinskamerad Kristian Karlsson (WR 25) aus. Seine 3:4-Niederlage war ein Match auf des Messers Schneide . Das lieferte sich auch der dritte Borusse Anton Källberg (WR 95). Der 20-Jährige scheiterte im Achtelfinale nur knapp am amtierenden Europameister, dem Franzosen Emmanuel Lebesson (WR 26), mit 3:4.

Boll, der mit seinen 36 Jahren durchaus Harimotos Vater sein könnte, bewies jedoch, dass er immer noch zu den Top-Spielern der Welt zählt. So gewann der Linkshänder im Halbfinale relativ leicht mit 4:0 (11:3, 11:9, 12:10, 12:10) gegen Lebesson. "Es war wichtig, einen guten Start zu haben", analysierte Boll. "Immer als es eng wurde, habe ich die richtigen Entscheidungen getroffen." Das schaffte Stefan Fegerl (WR 24), der Vierte aus dem Borussen-Quartett, nicht. Fegerl musste bereits in Runde eins mit 0:4 gegen den Chinesen Yinchi Fang die Waffen strecken.

(tino)
 
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