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Lokalsport
Borussia verlängert mit Heister

Düsseldorf. Der Trainer des Tischtennis-Bundesligisten erhält einen Zwei-Jahres-Vertrag. Von Tino Hermanns

Borussias Manager Andreas Preuß ist derzeit offenbar in Geberlaune. Nicht nur, dass der "Strippenzieher" von Düsseldorfs erfolgreichstem Sportverein heute 45 Kindern der Brehm-Schule eine Lesestunde offeriert - gestern beschenkte Borussias Macher auch noch Chef-Coach Danny Heister mit einer Vertragsverlängerung bis zum 30. Juni 2018. Ein vorzeitiges Geburtstagsgeschenk, schließlich vollendet der Niederländer heute sein 45. Lebensjahr.

"Es gibt weltweit keinen besseren Verein als Borussia Düsseldorf. Ich bin unglaublich gerne Trainer der Borussia und freue mich sehr, auch in Zukunft weiter Teil dieses Klubs zu sein", erklärt Heister. "Wir werden unseren eingeschlagenen Weg gemeinsam weitergehen, mit Leidenschaft, Ehrgeiz und Spaß an der Entwicklung der Spieler arbeiten und hoffentlich an die Erfolge der vergangenen Jahre anknüpfen können."

Heister, selbst dreimaliger Olympia-Teilnehmer und 28-maliger niederländischer Meister, übernahm das Amt des Cheftrainers 2010 und gewann in sechs Spielzeiten zwölf Titel. "Danny ist einer der besten Trainer der Welt und genießt unser vollstes Vertrauen", erklärt Preuß. "Er steht für unsere Erfolge in den vergangenen Jahren, aber auch für die Weiterentwicklung jedes einzelnen Spielers. Nicht zuletzt ist das sichtbar an der aktuellen und großartigen Entwicklung von Kristian Karlsson und Anton Källberg, die seine Handschrift trägt."

Allerdings musste Källberg (Weltrangliste 63) bei den Swedish Open einen kleinen Rückschlag hinnehmen. In der Qualifikation verlor er sein zweites Spiel mit 1:4 Sätzen (6:11, 11:4, 8:11, 10:12, 9:11) gegen den Polen Marek Badowski und verfehlte den Einzug in die Hauptrunde. Jetzt kann sich der 19-Jährige auf die Spiele der U21 und Doppelkonkurrenz konzentrieren.

Preuß aber kann sich nicht auf das Abschneiden der Düsseldorfer Tischtennis-Profis in Schweden fokussieren. Heute um 11 Uhr wird er abgelenkt sein, obwohl er im Deutschen Tischtennis Zentrum am Staufenplatz ist. Dort liest er keine Passagen aus dem neuen Heister-Vertrag, sondern aus Astrid Lindgrens "Kinder aus der Krachmacherstraße" und aus Cornelia Funkes "Hinter verzauberten Fenstern".

Der 18. November ist der bundesweite Vorlesetag, und Preuß macht mit. "Ich finde diese Aktion großartig und nehme mir daher gerne die Zeit, den Kindern vorzulesen. Ich will es aber nicht so steif halten und auch mit den Kindern ins Gespräch kommen. Alles sollen Spaß haben." Offensichtlich ist Preuß auch dort erfolgsorientiert.

Quelle: RP
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