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Lokalsport
Karlsson schwärmt von der Borussia

Düsseldorf. Der Zugang des Tischtennis-Bundesligisten peilt viele Titelgewinne an.

Kristian Karlsson ist zum Internetstar aufgestiegen. Der Schwede hat mit einem Video mehr als neun Millionen Aufrufe erzielt. In Italien wurde sogar im "Corriere de la Sera" für dieses Video geworben. Darin spielt er gemeinsam mit seinem Mannschaftskameraden Stefan Fegerl einige spektakuläre Tischtennis-Ballwechsel bei der Saisoneröffnung des Deutschen Rekordmeisters Borussia. "Ich hätte nie gedacht, dass so viele Leute das Spiel sehen wollen. Aus einer ernsthaften Partie hat sich ohne direkte Absprache der Schaukampf entwickelt. Es hat wahnsinnig viel Spaß gemacht", erläutert Karlsson.

Das erhofft sich der 25-jährige Borussia-Zugang auch für die aktuelle Bundesliga-Saison. "Alle Jungs im Team sind einfach klasse. Wir sind eine echte Spaßtruppe mit ernsthaftem Hintergrund und gemeinsamen Zielen. Wir alle wollen Titel gewinnen", erklärt Karlsson.

Den Champions League-Sieg mal wieder in Düsseldorf zu feiern, wäre beispielsweise nicht schlecht. Karlsson weiß, wie sich ein Erfolg in Europas Königsklasse anfühlt, denn mit seinem alten Verein AS Pontoise Cergy (Frankreich) schaffte er dies zweimal.

Seine persönlichen Ziele sind dagegen vergleichsweise bescheiden. Bei der Doppel-EM will er nur einen Platz besser sein als 2012, damals holte er mit Mattias Karlsson die Silbermedaille. "Ich will in der Liga eine positive Bilanz spielen und mich selbst spielerisch verbessern", betont Karlsson. Die Einstellung dazu bringt er auf alle Fälle mit. "Kristian trainiert mit hoher Intensität. Er ist in der Trainingshalle wirklich ein Tier. Er brennt für die Borussia. Für ihn ist es das Größte, bei uns zu spielen", meint Cheftrainer Danny Heister. Das liegt vor allem an Timo Boll. Der 35-Jährige ist Karlssons Idol und Vorbild. "Von meinen Tischtennis-Anfängen bis heute bewundere ich Timo. Es ist ein merkwürdiges Gefühl, jetzt mit ihm zusammenzuspielen", erzählt er.

Bevor er in Düsseldorf den Vertrag unterschrieb, kannte er bereits das komplette Borussia-Team und hatte sich beim Ex-Borussen Patrick Franziska schlau gemacht. Der ist nämlich der Freund seiner Schwester und auch mit ihm selbst dick befreundet. Das Gespräch kann so viel Negatives nicht zu Tage gefördert haben, denn Karlsson lebt seit einem Monat in Düsseldorf, hat in bisher eine 3:1 Bilanz für die Borussia erspielt und lernt deutsch. "Hier ist alles gut", meint er dann auch in der Originalsprache seiner neuen zweiten Heimat.

(tino)
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