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Lokalsport
Noor Al Hawa geht als Favorit an den Start

Düsseldorf. Der dreijährige Hengst befindet sich vor dem Großen Preis der Landeshauptstadt Düsseldorf auf der Grafenberger Rennbahn in einer Top-Verfassung. Als Konkurrenten werden Degas und Dhaba von Trainer Markus Klug gehandelt. Von Daniel Delius

Es ist das letzte wichtige Rennen der Saison - der Große Preis der Landeshauptstadt Düsseldorf, der morgen auf der Galopprennbahn in Grafenberg stattfindet. Zum 96. Mal wird dieser Wettbewerb ausgetragen, die Premiere fand einst im Mai statt. Allerdings wurde der erste "Große Preis" nicht in Düsseldorf, sondern in Gelsenkirchen ausgetragen, in Zeiten, in denen Pferderennen eher unwichtig waren.

Der jetzige Charakter des Rennens wurde 1985 eingeführt, seitdem ist es eine im Oktober stattfindende 1700-Meter-Prüfung. Als erster Sieger trug sich damals ein Pferd namens Young Runaway aus England in die Liste ein; als Besitzer zeichnete der griechische Reeder Stavros Niarchos. Auf ausländische Gäste muss der Reiter- und Rennverein diesmal verzichten: Alle acht Starter kommen aus hiesigen Ställen, auch wenn der Favorit, der drei Jahre alte Noor Al Hawa, im Besitz von Jaber Abdullah aus Dubai steht.

Trainiert wird er allerdings von Andreas Wöhler in Gütersloh. Dieser hatte den Hengst schon vor drei Wochen in Grafenberg erfolgreich vorgestellt, damals gewann er die Europa-Meile. "Er ist unverändert gut drauf", erzählt Wöhler, der auf etwas hofft, auf das der Veranstalter liebend gerne verzichten würde: Regen. Noor Al Hawa mag es gerne weich unter den Hufen, allerdings ist der Boden um diese Jahreszeit in der Regel ohnehin nicht mehr so trocken.

Eduardo Pedroza wird sich in den Sattel von Noor Al Hawa schwingen. Er hat es mit alten und neuen Gegnern zu tun: Nymeria, für die der Franzose Ronan Thomas als Jockey eingeflogen wird, und Nordico waren schon in der Europa-Meile chancenlos.

Die Konkurrenz steckt eher in den beiden Pferden, die Markus Klug ins Rennen schickt. Dieser ist die derzeitige Nummer eins der deutschen Trainerstatistik vor Wöhler und wird Degas und Dhaba ins Rennen schicken, beide ebenfalls drei Jahre alt. Beide gehören zur Spitze ihres Jahrgangs; Degas ist sicher das interessantere Pferd, zumal ihn auch Stalljockey Adrie de Vries reitet.

Beim großen Rennen in Paris hat er sich respektabel geschlagen. Nach einer Serie von Platzierungen "wäre ein Sieg ja ganz schön", meint Klug, doch sieht er Noor Al Hawa als schwer zu schlagenden Gegner an. Für Dhaba, die zuletzt in Grafenberg im Henkel-Preis der Diana deutlich im Hinterfeld war, wird es nach einem kaum zufriedenstellenden Rennjahr der möglicherweise finale Start sein. Sie könnte zukünftig in die Zucht wechseln.

Acht Rennen stehen auf dem Programm, pünktliches Erscheinen ist angeraten, denn gleich im ersten Rennen des Tages laufen hoffnungsvolle zweijährige Pferde. Eines davon trägt den Namen Native Fighter und hat eine äußerst erfolgreiche Verwandtschaft vorzuweisen: Seine zwei Jahre ältere Schwester Nightflower ist die beste Stute im Lande. Sie hat vor einer Woche in Köln den Preis von Europa gewonnen.

Quelle: RP
 
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