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Triple Talent-Meisterschaft 2017
Björn Merse will da "Stockerl" erreichen

Triple Talent-Meisterschaft 2017: Björn Merse will da "Stockerl" erreichen
Hockey, Golfen und Tennis sind seine Welt: Björn Merse ist der Chef des Triple Talent Teams. FOTO: Wolfgang Sohn
Düsseldorf. Hockey, Tennis, Golf - manche Leute wären schon froh, wenn sie eine dieser Sportarten beherrschen würden. Das Triple Talent Team beherrscht sie alle - und Kapitän Björn Merse will die Meisterschaft nach Düsseldorf holen.

Für viele Menschen gilt diese Prämisse immer noch: Drei Dinge muss ein Mann in seinem Leben tun. Björn Merse wird das sofort unterschreiben, nur mit dem kleinen Unterschied, dass er bei dieser Trias an ganz andere Dinge denkt als allgemein angenommen.

Denn er ist Kapitän des "Triple Talent Teams Düsseldorf" und das will ab morgen in Krefeld die inoffizielle deutsche Meisterschaft zurückholen. "Das Ziel ist immer, das 'Stockerl' zu erreichen", wie er mit leuchtenden Augen sagt. "Vielleicht ist es ein gutes Omen, dass wir 2009 ebenfalls in Krefeld German-Open-Sieger geworden sind."

Wobei "Open" sicher die falsche Bezeichnung ist, denn der Teilnehmerkreis ist handverlesen, und nicht jede Stadt darf ein Team schicken. Hamburg ist mit zwei Mannschaften dabei, Köln, Essen, Krefeld, Stuttgart, München und Düsseldorf stellen jeweils ein Team. Die geforderte "Dreifaltigkeit" ist sportlicher Natur und umfasst Hockey, Tennis und Golf, kurz HoTeGo. Jede Mannschaft besteht aus 15 Spielern, die ein Mindestalter von 35 Jahren haben müssen.

"Die elf Hockeyspieler müssen zusammengerechnet mindestens 475 Lenze aufbringen. Da reichen die 35 Jahre nicht", erläutert Merse. "Aber auch, wenn die Herren ein gepflegtes Alter erreicht haben, ist der sportliche Ehrgeiz enorm hoch." So sind Könner ihres Fachs gerne gesehen. Ideal ist ein Typ wie Rolf Gehring. Er war Jugend-Nationalspieler im Hockey, wurde zum Tennis-Weltklassespieler und spielt seit Jahren Golf. "Rolf hat früher für das Triple Talent Team Düsseldorf gespielt. Aber er ist nicht der einzige, der sich Meriten im Sport bis hin zum Weltmeistertitel verdient hat und bei uns dabei ist", so Merse, der es im Hockey immerhin zum Zweitligaspieler brachte.

Keimzelle der Spaßveranstaltung sind die Hockey-Clubs, denn das Düsseldorfer German-Open-Team wird überwiegend aus Mitgliedern drei namhafter Vereine gestellt. "Es gibt mehr Bewerber als Plätze im Team. Obwohl es nur um Spaß und Ruhm geht. Aber es ist schon eine Ehre, für seine Heimatstadt anzutreten. Die Leute, die einmal dabei waren, wollen immer wieder mitmachen", verrät der Kapitän, der beruflich in der Werbung stark aufgestellt ist. Merse achtet bei der Zusammenstellung seines Teams darauf, dass die sportliche und auch die charakterliche Eignung der Mannschaftsmitglieder stimmt. "Wir wollen Spaß haben, da können wir Stinkstiefel nicht gebrauchen", macht Merse klar. Der 50-jährige hat sich nicht ins Kapitänsamt gedrängt, er wurde gebeten. "Jetzt ist es meine Hauptaufgabe, spontane, flüssige und möglichst witzige Reden zu halten", scherzt der Mannschaftsführer. Er stellt das Team zusammen, plant Ausflüge und Treffen. Er ist fünffacher Vater, und die Familie gehe vor, sagt Merse. Aber bis Sonntag geht es ohne nach Krefeld und mit Knochen- und Muskelschmerzen wieder zurück, wie er jetzt schon weiß.

Quelle: RP
 
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