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Verein
Mundartfreunde haben erstmals eine Frau als Baas

Düsseldorf. Bis Angela Merkel Chefin der Bundesregierung wurde, gab es keine weibliche Bezeichnung für Kanzler. Ähnlich ist es mit dem wunderbaren Wort Baas. Damit wird ein Prinzipal oder Meister bezeichnet, in Düsseldorf tragen Vorsitzende von Heimatvereinen diesen Titel.

Und das sind meistens Männer. Und wenn nicht? Ist es eine Baasin? Vielleicht wird eine der ersten Neuerungen sein, die Gisela Piltz an der Spitze des 47 Jahre alten Düsseldorfer Vereins Mundartfreunde von 1969 umsetzt, den richtigen Begriff für ihre eigene Position zu finden. Denn die langjährige Bundstagsabgeordnete und Kreisvorsitzende der Düsseldorfer FDP ist mit mehr als 90 Prozent an die Spitze des rund 650 Mitglieder zählenden Heimatvereins gewählt worden - als erste Frau wohlgemerkt.

Vorgeschlagen hatte sie Ehrenbaas Engelbert Oxenfort. "Ich habe natürlich gestanden, dass ich zwei Schwächen habe: nämlich in Köln geboren zu sein und Düsseldorfer Platt nicht allzu gut zu beherrschen", sagt Piltz. Dafür habe sie nun aber einen Kurs belegt. Auch sonst habe sie in dem Verein viel über Düsseldorf gelernt, das sie bisher noch nicht gewusst habe. "Wir leben in einer spannenden Stadt, und dieser Verein bewahrt ein wichtiges Erbe der Stadt." So spricht eine echte Baasin.

(dr)
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