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Düsseldorf
Das schmalste Haus der Stadt steht an der Kurze Straße

Düsseldorf: Das schmalste Haus der Stadt steht an der Kurze Straße
Es wirkt erdrückend: Das schmalste Haus von Düsseldorf. FOTO: Sebastian Esch
Altstadt. Tür und Fenster passen am Haus an der Kurze Straße in Düsseldorf nur ganz knapp nebeneinander. Denn das Gebäude ist mit 2,90 Meter Breite das schmalste in der Stadt.

Der 23-fache Olympia-Goldmedaillengewinner Michael Phelps kommt mit seiner Armspannweite von 2,04 Metern fast von Wand zu Wand. Die Standard-Leinwände in den meisten Düsseldorfer Kinosälen würden es überdecken. Es gibt Kleiderschränke, in die wohl mehr hineinpasst. Selbst ein Billardtisch würde, wegen seiner Breite von 2,24 Metern, nur knapp Platz finden, genauso wie ein Pkw. Und die bisherigen Werke von Stephen King wären hintereinander aufgereiht sogar noch ein Stück breiter.

Die Rede ist vom schmalsten Haus in Düsseldorf. Es misst gerade einmal 2,90 Meter in der Breite und – wie sollte es auch anders sein – steht auf der Kurze Straße mitten im Herzen der Landeshauptstadt. Das bestätigt Klaus Siepmann, Geschäftsführer Kunst Service. Er und sein Team organisieren Veranstaltungen zu Kunst und Architektur, so unter anderem auch Architektur-Rundgänge.

Gebäude aus dem 18. Jahrhundert steht unter Denkmalschutz

"Nach meinen Recherchen ist das Haus an der Kurze Straße 12 das schmalste Haus in Düsseldorf", sagt er: "Die Fassade des Hauses ist in zwei Achsen gegliedert und nur 2,90 breit. Keines ist schmaler" Das Gebäude stamme aus dem 18. Jahrhundert und steht heute sogar unter Denkmalschutz.

Von außen betrachtet wirkt das historische Gebäude mit den grünen und blauen Fenstern etwas deplatziert. Als hätte es ein verzweifelter Architekt unbedingt noch in dieser Häuserreihe unterbringen müssen. Heimisch ist in dem schmalen Bauwerk auf der Kurze Straße überraschenderweise ein Gastronom - die "Melody-Bar".

Darüber hinaus gebe es noch zwei weitere sehr schmale Häuser in Düsseldorf. Nur minimal breiter sei ein Haus an der Marktstraße 14 und ein weiteres an der Hunsrückenstraße 14. Beide stammen aus dem 17. Jahrhundert, erklärt Klaus Siepmann.

(se)
 
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