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Benrath
Geisel stellt Politik Konzept für Kolleg vor

Benrath. Am Montagabend haben der Oberbürgermeister und der Chef der Stadttochter Industrieterrains Düsseldorf-Reisholz (IDR), Denis Rauhut, die Fraktionen einzeln in deren Sitzungen informiert. Dürer-Kolleg könnte Ende 2017 fertig sein. Von Andrea Röhrig

Die Planungen für den Neubau des Albrecht-Dürer-Berufskollegs in Benrath nehmen nach Informationen unserer Zeitung Fahrt auf. Am Montagabend haben Oberbürgermeister Thomas Geisel und Denis Rauhut, Chef der Stadttochter Industrieterrains Düsseldorf-Reisholz (IDR), ihr Konzept den politischen Fraktionen einzeln in deren jeweiligen Sitzungen vorgestellt. Nach jetziger Zeitplanung soll der Stadtrat dieses in seiner Sitzung am 25. Juni, der letzten vor der Sommerpause, zur Abstimmung vorgelegt bekommen.

Denn vor allem der Neubau der Berufsschule drängt. Der Hauptsitz des Kollegs ist aktuell am Fürstenwall, dort platzt die Schule zum einen aus allen Nähten, zum anderen nagt der Zahn der Zeit an dem Gebäude. Mancher Stadtteilpolitiker hatte befürchtet, dass durch die Pläne, auf dem Brachgelände, das die IDR inzwischen von Thyssen-Krupp zum Preis zwischen acht und neun Millionen Euro erworben hat, nun auch noch Wohnungen zu bauen, sich die Realisierung der Berufsschule auf Jahre verzögern wird.

Doch nach RP-Informationen soll die sechs Hektar große Fläche parzelliert werden. Zuallererst soll mit dem Bau der Schule, einer Dreifachsporthalle und einem Parkhaus begonnen werden. Damit hofft man sogar schon im vierten Quartal 2017 fertig zu sein. Dieses würde deswegen verhältnismäßig schnell gehen, weil man für den Bau einer Schule samt Turnhalle keinen neuen Bebauungsplan für das Areal benötigt.

Diese Gebäude sollen das Areal in Richtung Forststraße hin zur Firma Terex abschließen. Planungen, die so heißt es, bei dem Unternehmen nicht eben für Begeisterungsstürme gesorgt haben sollen. Fürchtet man wohl, dass durch enger ans Werksgelände ziehende Bewohner es mehr Ärger geben könnte. Doch dabei ist allen Politikern klar, dass Unternehmen wie Terex, die in Düsseldorf Arbeitsplätze sichern, natürlich Bestandsschutz genießen. Durch den Bau von Wohnraum sollen die Kosten für das Projekt mitfinanziert werden. Es soll insgesamt um eine Summe von rund 60 bis 70 Millionen Euro gehen. Davon sind rund fünf für die Sanierung des Areals vorgesehen, von der OB Thomas Geisel immer wieder betont, sie sei machbar. Drei Monate sollen dafür eingeplant sein. Damit man nicht noch auf unliebsame Altlasten-Überraschungen stößt, hatte die Stadt ein Büro beauftragt. Inzwischen, so heißt es, sei das Gelände ausuntersucht. Für die Grundstücksflächen, auf denen Wohnbebauung geplant ist - unter anderem hat die IDR auch ein Hotel sowie Gastronomie entlang der Telleringstraße ins Spiel gebracht - muss es eine Änderung des Bebauungsplanes geben. Das Parkhaus soll 350 Stellplätze erhalten, es soll übrigens nicht nur von Lehrern des Kollegs und Schülern, sondern auch als Quartiersgarage genutzt werden.

Denn die Planungen sehen vor, dass der Autoverkehr so weit wie möglich aus dem neuen Viertel herausgehalten werden soll. Ähnlich wie beim an der Paulsmühle Richtung Hildener Straße geplanten neuen Wohnquartier soll die Erschließung des Viertels auf einer Straße parallel zur Eisenbahn erfolgen.

Auf den der Politik vorgestellten Plänen hat die IDR, die die Umsetzung übernehmen soll, auch gleich noch die Lösung eines weiteren städtebaulichen Problems in Angriff genommen: Die so genante Angströhre, die Zuwegung von der Paulsmühle in die Benrather Innenstadt, soll begradigt werden. In Richtung des neuen Wohngebietes soll sie sich weiten und auf einen neu angelegten Quartiersplatz stoßen. Derzeit meiden viele Benrather den Tunnel, weil man lange nicht sehen kann, wer einem entgegen kommt. Da die Bezirksvertretung 9 bereits kommende Woche Freitag, 17. Juni, tagt, ist derzeit nicht davon auszugehen, dass das Konzept dort schon vorliegen wird.

Quelle: RP
 
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