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Garath
Traglufthalle: Spenden für Flüchtlinge

Garath. Die winterfeste Unterkunft wird im November bezugsfertig sein. Ehrenamtliche treffen sich am 26. Oktober. Von Simona Meier

Ein leerstehender Büroraum dient kurzerhand als Sammelstelle. Hier trifft Uwe Sandt, Bezirksverwaltungsstellenleiter in Garath, erste Vorbereitungen für die neue Flüchtlingsunterkunft. "Vor Kleiderspenden quillt man leider über, es fehlt aber jetzt an Bettwäsche und winterfesten Schuhen", sagt er. Auch Hygieneartikel seien für den Start besonders wichtig. Eine größere Spende ist schon da. Der Bedarf wird für Frauen und Männer sortiert. "Wir brauchen aber auf jeden Fall noch diese Dinge, die dann von unseren Ehrenamtlern gesichtet, sortiert und später ausgegeben werden", sagt er. "Wer Kleider spenden möchte, kann sie momentan an die freien Träger geben." Dort werden sie gezielt den Unterkünften zugeteilt.

Mitte bis Ende November soll die Flüchtlingsunterkunft an der Koblenzer Straße bezugsfertig sein. Die geplante Traglufthalle auf dem Gelände der Hundewiese, neben dem SOS-Kindergarten "1-2-3", wird 300 Flüchtlingen Platz bieten.

Sie ist im Gegensatz zu bisherigen Zeltunterkünften winterfest. "Aktuell wird das Zeitfenster der Baumaßnahmen eingehalten, die Fundamente sind fertig", sagt Bezirksverwaltungsstellenleiter Uwe Sandt. Die Halle wird wahrscheinlich in der nächsten oder übernächsten Woche erwartet. Wer einziehen wird, steht noch nicht fest. "Das kann sich von Tag zu Tag ändern, es können neue Flüchtlinge sein oder Menschen aus den bisherigen Zeltunterkünften", sagt er.

Der Platz ist jetzt für die Aufstellung vorbereitet und planiert. Die Halle, die eine Größe von 72 mal 36 Metern haben wird und neun Meter hoch ist, ist beheizbar und lässt 70 Prozent des Tageslichts durch. In der Traglufthalle gibt es einen großen Aufenthaltsraum und einen Sanitärbereich. Angemietet wurde die Halle von der Stadt. Die Trägerschaft der Unterkunft, die ein Jahr stehen bleiben soll, übernehmen diesmal die Malteser. Sie werden demnächst von zahlreichen ehrenamtlich engagierten Menschen aus Garath unterstützt. Ein erstes Vorbereitungstreffen ist für den 26. Oktober geplant: "Dazu laden wir alle Ehrenamtlichen ein und besprechen erste Themengruppen wie Bildung, Kultur, wer unterstützt bei Behördengängen und wer hilft uns beim Einrichten der Unterkunft", sagt Uwe Sandt.

Gefragt sind dann Muskelkraft und Akkuschrauber, um Betten und Einrichtung aufzubauen. Frühzeitig will Sandt die Kräfte bündeln und von anderen Stadtteilen lernen. "Es erweist sich als hilfreich, dass die Ehrenamtlichen an einem Runden Tisch zusammensitzen." Von der bisherigen Willkommenskultur ist er überwältigt. Die kommt auch aus der unmittelbaren Nachbarschaft der neuen Unterkunft. "Der SOS-Kindergarten, der Garather Sportverein und auch die Garather Jonges wollen sich engagieren. Die beiden benachbarten Schulen signalisieren ebenfalls Interesse an Kooperationen", sagt Uwe Sandt.

Quelle: RP
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