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Düsseldorf
Zu viele Temposünder auf A46 unterwegs

Düsseldorf: Zu viele Temposünder auf A46 unterwegs
Zu schnell und zu laut: (v.l.) Eckhart Schunk, Renate Gastes und Horst Sauter von "Wersten aktiv" kämpfen gegen den Lärm von der A46. FOTO: Andreas Endermann
Düsseldorf. Die Initiative "Wersten aktiv" hat errechnet, wie viele Autos zu schnell auf dem Düsseldorfer Stück der A46 fahren. Danach sind 41 Prozent der Fahrer mit 90 km/h und schneller unterwegs. Erlaubt sind 80 km/h. Von Christian Herrendorf

Horst Sauter wartet auf Post. Eckart Schunk auch. Die beiden haben alarmierende Zahlen ermittelt und vor gut vier Wochen an diverse Stellen im Rathaus geschickt, aber bis heute keine Antwort erhalten. Die Vertreter der Bürgerinitiative "Wersten aktiv" haben sich vom Land Verkehrsdaten für "ihren" Abschnitt der A46 besorgt und ausgerechnet, wie schnell die Autos dort fahren. 41 Prozent aller Fahrer sind mit 90 km/h oder mehr unterwegs, die traurigen Spitzenwerte liegen bei 200 km/h.

Nach dieser Berechnung ist die Sicherheitslage zwischen und in den Tunneln der A46 schlecht. "Die Hauptursache von Unfällen mit Schwerverletzten und Toten ist überhöhte Geschwindigkeit", sagt Sauter. Auch der ADAC schätzt das Risikopotenzial der Tunnel als hoch ein, unter anderem weil es dort keine Tempokontrollen gibt.

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Die Berechnung basiert auf Angaben des Landesbetriebs Straßen.NRW für den Abschnitt zwischen Bilk und Holthausen sowie Messungen in der Woche zwischen dem 19. und 24. Oktober 2015. Auf der genannten Strecke gibt es mehrere Messpunkte. Diese ermitteln, wie viele Fahrzeuge dort unterwegs sind und zeigen auch, wie lange diese benötigen, um den Bereich zu passieren. Daraus haben die Werstener ermittelt, dass sich von den rund 130.000 Autos pro Tag ein wesentlicher Teil nicht an die vorgeschriebenen 80 km/h hält. Um die Diskussion über Toleranzen gar nicht erst zu eröffnen, konzentrieren sich Sauter und Schunk auf alle, die mindestens 90 km/h fahren.

Die Werstener schlagen vor, eine Tempokontrolle für den gesamten Bereich einzurichten, eine so genannte Section-Control. Diese registriert Fahrer, die die gesamte Strecke so schnell zurücklegen, dass sie sich nicht an die zulässige Höchstgeschwindigkeit gehalten haben können. Die zuständigen Landesministerien für Inneres und Verkehr sind in diesem Zusammenhang noch sehr zurückhaltend. Sie wollen abwarten, welche Erkenntnisse ein Pilotprojekt in Niedersachsen bringt. Anschließend beraten sie, ob es eine solche Kontrolle in NRW gibt und wo diese eingerichtet werden könnte.

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Mit Blick auf die Gefährdungslage verweisen die Werstener auch noch auf den Lastverkehr. Seit die A1-Brücke bei Leverkusen für Lkw gesperrt ist, sei deren Anteil auf der A46 merklich angestiegen, nach den Berechnungen auf 13 Prozent. Und auch drei Prozent der Lkw fahren mehr als 90 km/h.

Quelle: RP
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