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Duisburg
Heimat der Grundschulkinder

Duisburg: Heimat der Grundschulkinder
Fast 200 lebhafte Grundschulkinder füllten gestern die Kulturkirche Liebfrauen am König-Heinrich-Platz. FOTO: Christoph Reichwein
Duisburg. Ausstellung in der Liebfrauenkirche läuft noch bis zum 3. Dezember. Von Ingo Hoddick

Fast 200 lebhafte Grundschulkinder füllten gestern die Kulturkirche Liebfrauen am König-Heinrich-platz. Denn dort wurde die Ausstellung "Zeig mir Deine Heimat" der Caritas im Bistum Essen eröffnet. 60 von ihnen aus dem offenen Ganztag in Bochum, Duisburg, Gelsenkirchen und Oberhausen, darunter aus unserer Stadt von den Grundschulen Bergmannsplatz in Neumühl und Brückenstraße in Hochfeld, zeigen dort jetzt jeweils mit einer Kombination aus Foto, Zeichnung und Statement, was ihnen "Heimat" ist - wo sie und ihre Eltern herkommen, wo sie sich zuhause fühlen, was sie gerne machen. Die Ausstellung ist Teil der Jahreskampagne des Deutschen Caritasverbandes 2017 "Zusammen sind wir Heimat". Die gestalterische Umsetzung hat der Duisburger Designer Frank Napierala übernommen. Das Projekt wurde von der katholischen Arbeitsgemeinschaft für Erziehungshilfe im Bistum Essen (AGkE) unterstützt und vom bischöflichen Flüchtlingsfonds mitfinanziert.

Fünf Beispiele aus Duisburg: Für Enes bedeutet Heimat, mit Eltern und Geschwistern zusammen zu sein. Mirella liebt ihre verrückte Katze. Für David ist Heimat da, wo Menschen leben, die man gerne hat und denen egal ist, wie man aussieht oder wo man herkommt. Für Vivien ist Heimat ein Gefühl, das sich zusammensetzt aus Geborgenheit und schönen Erinnerungen. Lennart liebt Fußball spielen, Leben, Musik hören, Konsole spielen und ist MSV- Duisburg-Fan. Mit der Herkunft ist das so eine Sache, etwa wenn ein Neunjähriger schreibt "Ich kom aut Türkiye" oder ein gleichaltriges Mädchen "Meine Eltern kommen aus Deutschland, meine Mutter aus Ukraine!" Manches ist auch wirklich anrührend, etwa wenn ein anderer Neunjähriger schreibt "Ich komme fonn Bulgarin, ich bin lieb für ale Menche".

Geöffnet ist die Ausstellung bis 3. Dezember bei freiem Eintritt samstags und sonntags von 13 bis 18 Uhr.

Quelle: RP
 
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