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Erkelenz
Alternative gesucht zu etablierten Parteien

Erkelenz. Er ist ein politisch interessierter Mensch, früher SPD-Mitglied. In den 1970er Jahren faszinierten ihn Willy Brandt, Egon Bahr, Helmut Schmidt - "kantige Typen, beeindruckend", sagt Hermann Navel. Der "große Hype um Brandt" habe ihn angesteckt. Die Aussöhnung mit dem Osten eine historische Leistung. Ohne Brandt keine deutsche Einheit, ist er überzeugt. Heute sagt ihm das Parteiprogramm nicht mehr zu: "Die SPD ist nicht mehr das, was sie einmal war. Ich fühlte mich von keiner der etablierten Parteien vertreten." So kam er zur Alternative für Deutschland: "Ich befinde mich im Kreis von Menschen, die über aktuelle Themen ergebnisoffen diskutieren und für ihre Überzeugungen einstehen." In seinem Wahlkreis gibt es für ihn wichtige Ziele: "Der Erhalt und Ausbau der Infrastruktur auf allen Gebieten ist wichtig. Der ländliche Raum muss für junge Familien attraktiv bleiben. Ich werde mich dafür einsetzen, dass Asyl wieder nach rechtsstaatlichen Regeln gewährt wird und dass ausreisepflichtige Personen unser Land wieder verlassen. Ich werde mich gegen weitere Schuldenübernahmen im Rahmen der Eurokrise wenden." Die EWG sei eine gute Idee gewesen, erklärt Navel: "Keine Zölle, das Leben erleichtern, wo es geht, Standards setzen." Aber der Euro sei eine Fehlentscheidung: "Ich bin überzeugt davon, dass er scheitern wird. Und Italien, Griechenland - sollen wir die alle unterstützen?"

Hermann Navel ist verheiratet und hat zwei Kinder (35 und 37). Hobbys sind Trapschießen bei den Sportschützen Heinsberg und Motorradtouren auf seinen Moto Guzzis, einer Griso und einer 25 Jahre alten 1100 Sport.

Quelle: RP
 
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