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Hilden
Hilden gedenkt der Terror-Opfer

So gedenkt die Region der Opfer in Paris
So gedenkt die Region der Opfer in Paris FOTO: dpa, mjh wst
Hilden. Islamische Gemeinden verurteilen Anschläge. Flüchtlinge nehmen Anteil.

Das islamisch-marokkanische Kulturzentrum der Arrahman-Moschee trauert mit den Opfern von Paris, sagt Vorsitzender Mohamed Bouziani: "Wir verurteilen diese grausame Anschlagserie als Anschlag auf die gesamte Menschheit. Wir rufen alle Menschen gleich welcher Herkunft, Religion oder Weltanschauung dazu auf, sich nicht der Gewalt zu beugen."

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Auch die türkisch islamische Gemeinde verurteilt die "niederträchtigen Mordtaten" auf schärfste. Sie zeugten von "unmenschlichem Hass". "Wir, die Muslime in Hilden, werden es nicht zulassen, dass Verbrecher glauben, sie handelten nach dem Willen Gottes", sagt Vorsitzender Erhan Akyol: "Wir Muslime wissen: Unser Schöpfer ist mit uns, wenn wir uns der Gewalt und dem Hass mit unserem Glauben entgegenstellen."

Europaweit gedachten die Menschen gestern Mittag um 12 Uhr mit einer Schweigeminute der Opfer der Terroranschläge in Paris. In der Notunterkunft Albert-Schweitzer-Schule kamen dazu mehr als 100 Flüchtlinge auf dem Hof zusammen. "Wir werden uns nicht davon abhalten lassen, die Freiheit, die Demokratie und unsere Werte zu verteidigen", sagte Sozialdezernent Reinhard Gatzke in einer kurzen Ansprache auf Deutsch und Englisch: "Und wir werden weiter denen helfen, die vor dem Terrorismus geflohen sind." Seine Worte wurden auch auf Arabisch übersetzt. "In Afghanistan haben wir viele Jahren mit dem Terrorismus leben müssen", erzählte am Rande der Veranstaltung Maliam Ebrahimi: "Es ist schrecklich. Ich bin so traurig." Die 18-Jährige wurde auf der Flucht von ihrer Familie getrennt, die Eltern wurden an der türkischen Grenze zurückgewiesen.

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Auch die Mitarbeiter im Hildener Rathaus unterbrachen ihre Arbeit. Nur wenige beteiligten sich indes in der Fußgängerzone an der Schweigeminute. Als das Mittagsgeläut der Reformationskirche einsetzte, blieben einige Frauen still stehen. Darunter auch Nadja Wieczorek: "Mir tut einfach leid, was da passiert ist. Ich will, dass meine Kleine in Frieden aufwächst", sagt sie mit Blick auf ihre zweieinhalbjährige Tochter.

(cis/arue)
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