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Jüchen
Farbenpracht beim Schlossfrühling

Jüchen: Farbenpracht beim Schlossfrühling
Der Schlossfrühling ist aus dem Pflanzenmarkt hervorgegangen. Schöne bunte Gewächse sind immer noch ein großer Publikumsmagnet bei der Veranstaltung. FOTO: Lothar Berns
Jüchen. Kunsthandwerk, Kulinarisches und Pflanzen lockten am Ostersonntag und Ostermontag trotz des durchwachsenen Wetters rund 12.000 Besucher zum Schlossfrühling nach Schloss Dyck. An den Ständen gab es viel zu entdecken. Von Rudolf Barnholt

Als der Schlossfrühling auf Schloss Dyck am Sonntag um 10 Uhr eröffnet wurde, hatten sich ungewöhnlich lange Schlangen an den Kassen gebildet. Die Menschen ahnten wohl, dass sich das Wetter alles andere als frühlingshaft zeigen würde. Aber obwohl es dann im weiteren Verlauf immer mal wieder regnen sollte, war der Frühling doch unübersehbar: Dafür sorgten die vielen Aussteller mit ihren Angeboten, aber auch die tolle Parklandschaft. Ein besonderer Hingucker: Das riesige Tulpenfeld mit seiner enormen Farbenpracht.

Wer sich für die regenfeste Winterjacke entschieden hatte, hatte nichts verkehrt gemacht. Jonas Braß (19) und Lina Ruoff (16) waren durch ihre Osterhasenkostüme vor Kälte geschützt. In ihre Körbchen griffen auch die Erwachsenen gerne und für die Kinder war es die wohl aufregendste Begegnung überhaupt. Es gab wieder jede Menge zu entdecken - auch für die Besucher, die regelmäßig zum Schlossfrühling kommen. Da war zum Beispiel Maurice Riverspoon - er hatte Premiere mit seinem nostalgischen "Varieté-Café". Herzstück war ein alter Lazarettwagen, vollgestopft mit Antiquitäten, einem Bollerofen, Häkeldeckchen und draußen, unter einem Zelt, spielte Michael Stamm Klavier. "Ist das schön hier", entfuhr es zwei Besucherinnen - sie bestellten Sekt und machten es sich auf einem alten Plüschsofa bequem.

Den Frühling zum Mitnehmen gab es unter anderem bei Brigitte Kebrich aus Jülich - sie präsentierte im Schatten der Orangerie auf Rollrasen eine enorme Pflanzenvielfalt. Was im Trend liegt: "Der Kunde will Farben. Und er weiß, dass Balkonpflanzen noch winterfest sein sollten." Erstmals gab es ein "Tränendes Herz" in Rot - eine Neuzüchtung.

Jürgen Sandkötter aus Rheine bot Kakteen feil, wies dabei auf folgendes hin: "Nicht alles, was wie ein Kaktus aussieht, ist auch einer." Beeindruckend die Information, dass diese Pflanzen weit über 100 Jahre alt werden. Heike Kranenberg aus der Nähe von Gummersbach machte Lust auf die individuell gefertigten Blockhäuser für den heimischen Garten, zeigte aber zugleich auch Rost-Reliefs wie eine Frau, die ihren Fuß in den Teich hält oder einen Fuchs. Kunsthandwerk war überhaupt wieder stark vertreten, auch in wetterfesten Varianten für den Garten.

Dafür, dass genügend Zeit bleibt, den eigenen Garten zu genießen, sorgt Grischa Fechner vom Neusser Garten- und Landschaftsbau Fechner: Seine beiden Rasenmäher-Roboter machten ganz gelassen ihren Job - ihre künstliche Intelligenz führt sie automatisch zur Ladestation, wenn der Akku aufgeladen werden muss.

Im romantischen Teehaus zeigte der Grevenbroicher Künstler Jörg Schröder seine neuesten Kreationen, die "Kontenonkel", Manager, stark stilisiert, die Krawatten zum Horn mutiert. Zu den besonderen Angeboten gehörten auch die Pflanzen von Piet Panthus und Monique Zonneveld: Sie züchten Lilien und konnten jetzt ganz besondere Exemplare zeigen.

Quelle: NGZ
 
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