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Jüchen
Jüchen hat jetzt einen Klimaschutz-Manager

Jüchen: Jüchen hat jetzt einen Klimaschutz-Manager
Zeigt einen Auszug aus dem Solarpotenzialkataster: der neue Klimaschutz-Manager der Gemeinde Jüchen Martin Schursch (27). FOTO: georg salzburg
Jüchen. Martin Schursch soll die Gemeinde in Sachen Klimaschutz auf einen guten Kurs bringen. Er hat gerade sein Studium erfolgreich beendet. Von Christian Kandzorra

Er soll dafür sorgen, dass aus Ideen, Zielen und Konzepten konkrete Projekte und Maßnahmen werden: der neue Klimaschutz-Manager der Gemeinde Jüchen. Der heißt Martin Schursch, ist 27 Jahre alt und hat am Montag sein Masterstudium im sogenannten energetisch-ökologischen Stadtumbau erfolgreich abgeschlossen. Seit einem Monat arbeitet der Jüchener im Rathaus. Sein Vertrag ist zunächst auf drei Jahre befristet - eine Zeit, in der Martin Schursch nicht so schnell langweilig werden dürfte.

Denn es gibt viel zu tun: Ganze 26 große Punkte stehen auf seiner Erledigungs-Liste. Das Ziel: Die Gemeinde Jüchen soll sich effektiv an der Reduktion der Treibhausgase (sie sorgen für eine zunehmende Erderwärmung) beteiligen. Und zwar auf Grundlage der Ziele, die sich die Bundesregierung für die nächsten Jahrzehnte gesteckt hat. "Die Gemeinde orientiert sich an den Bundeszielen", sagt Martin Schursch, der sich jetzt in die Projekte und die Situation der Gemeinde einarbeitet.

Bis 2020 soll eine Reduktion der Emissionen von mindestens 40 Prozent gegenüber dem Jahr 1990 erreicht werden. Und 2050 sogar eine Minderung von 80 bis 95 Prozent gegenüber 1990. Um diese Ziele zu erreichen, müssen alle Kommunen an einem Strang ziehen - dazu zählt auch Jüchen. Beim neuen Klimaschutz-Manager sollen die Fäden zusammenlaufen. "Ich freue mich auf die Arbeit", erzählt Martin Schursch, der offiziell dem Amt für Stadtentwicklung zugeordnet ist.

Doch worin genau besteht seine Arbeit? "Ich möchte Bürger und Unternehmen motivieren, Maßnahmen für den Klimaschutz zu ergreifen. Außerdem werde ich verschiedene Interessengruppen zusammenführen, vermitteln und zum Beispiel verstärkt auf das vor zwei Jahren gestartete Solarpotenzial-Kataster hinweisen", erklärt Martin Schursch.

Der 27-Jährige kann sich darüber hinaus gut vorstellen, auch Bürgerversammlungen zum Thema Klimaschutz ins Leben zu rufen. "Ohne Erneuerbare Energien können die Ziele des Klimaschutzkonzeptes nicht erreicht werden", betont der Klimaschutz-Manager. Zum Beispiel das Solarpotenzial-Kataster "dümpele" seit einiger Zeit vor sich hin. "Das möchte ich gerne pushen. Die Bürger sollen darauf aufmerksam werden." Außerdem soll er ermitteln, welche Fördermittel der Gemeindeverwaltung und den Bürgern für Erneuerbare Energien wie etwa Solaranlagen zustehen - und wo es Einsparpotenzial gibt.

Die Gemeinde Jüchen könnte theoretisch mit Hilfe von Windkraft-, Solar- und Biogasanlagen grüner werden. "Etwa ein Drittel des Strombedarfs wird in Jüchen bereits durch Windenergie gedeckt", sagt Schursch. Inwieweit auch noch andere Erneuerbare Energiesysteme in Frage kommen, lässt er bisher offen: "Ich möchte erst einmal alle Potenziale genauer unter die Lupe nehmen."

Quelle: NGZ
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