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Kaarst
Großer Andrang beim Empfang zur Einheit

Kaarst: Großer Andrang bei der Feierstunde zum Tag der deutschen Einheit
Festredner Hans-Walter Hütter (r.) mit Flüchtlingskindern, die jetzt auf die Elisabeth-Selbert-Realschule gehen. FOTO: salzburg
Kaarst. Viele Kaarster Bürger kamen zur Feierstunde zum Tag der deutschen Einheit ins Rathaus. Von Roman Gilberg

Für den scheidenden Kaarster Bürgermeister Franz-Josef Moorman (CDU) war es ein ganz besonderer Tag. In Anwesenheit seiner designierten Nachfolgerin, Ulrike Nienhaus (CDU), gab er am 3. Oktober zum letzten Mal den traditionellen Feiertagsempfang im Kaarster Rathaus. Die rund 250 anwesenden Bürger konnten sich über ein vielfältiges und kontrastreiches Programm freuen.

Zum Auftakt sang der Chor der Stadt Kaarst unter Leitung von Hans-Michael Dücker. Als Redner hatte man den Präsidenten der Bonner Stiftung "Haus der Geschichte", Hans Walter Hütter, gewinnen können. Er stellte dar, warum auch in einer funktionierenden Demokratie ein kritisches Bewusstsein für die eigene Geschichte notwendig ist. Hütter betonte, dass "hinter den Mythen rund um die deutsche Wiedervereinigung die Fakten nicht vergessen werden dürfen". Er verzichtete auf sein Honorar in Höhe von 1000 Euro zugunsten der Integrationsklasse, die das weitere Programm gestaltete.

Nach einer kurzen Einleitung durch Lehrerin Dalila Belgacem, die die Migranten seit ihrer Ankunft vor ein bis zwei Jahren begleitet, berichteten sechs aus Afghanistan und Syrien geflohene Schüler der Elisabeth-Selbert-Realschule über die Gründe für ihre Flucht und wie sie sich ihre Zukunft in Deutschland vorstellen.

Während des Vortrags der 14- bis 16-jährigen Jugendlichen, der unter dem Titel "Vielfältig. Wie Du." stand, waren an die Wand projizierte Bilder von Flüchtenden zu sehen, die das Thema des Empfanges eindrucksvoll untermauerten. Nach dem gemeinsamen Singen der Nationalhymne konnten die Gäste selbstgebastelte Anstecker erwerben und mit einem Obolus die Klasse unterstützen, was viele auch taten.

Den Abschluss der Kaarster Feierstunde bildete ein Umtrunk. Bei dieser Gelegenheit konnten die Besucher auch die zurzeit im Rathaus stattfindende Ausstellung über die pommersche Geschichte besichtigen.

Quelle: NGZ
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