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Reitsport
Nach 22 Jahren wieder beim CHIO in Aachen

Reitsport: Nach 22 Jahren wieder beim CHIO in Aachen
Holger Hetzel bei den Reiterfestspielen in Aachen. Er sattelte in dieser Prüfung mit Legioner eines seiner Top-Pferde. FOTO: Wolfgang Birkenstock
Kleve. Belohnung für ausgezeichnete Leistungen: Springreiter Holger Hetzel durfte in den Kreis der Besten seiner Zunft zurückkehren. Von Stephan Derks

Es war ein ganz besonderer Termin, der auf dem großen Wandkalender im Ausbildungs- und Turnierstall des Pfalzdorfer Nationenpreis-Reiters und deutschen Vize-Meisters der Springreiter stand: Aachen. "Wir fahren nach Aachen, in die Soers", machte es daher schon Wochen vor dem eigentlichen Termin auf der Reitanlage an der Pfalzdorfer Straße die Runde. Wusste doch jeder insgeheim, was ihn dort erwartete: Großartiger Pferdesport bei einem internationalen Starterfeld, mit allerbesten Bedingungen und feinster Organisation. Und natürlich auch Lampenfieber sowie Gänsehaut pur bei verschiedenen Starts und Siegerehrungen.

"Ich habe mich über die Startgenehmigung für das Turnier des Jahres sehr gefreut, weil es eben das Turnier ist, das jeder Pferdefreund kennt und wo Tausende Menschen hinpilgern. In Aachen reiten zu dürfen, ist nun mal der Traum eines jeden Sportlers. Kurzum, es ist das Turnier mit dem heiligen Rasen und der "Gänsehaut pur"-Garantie, ein Turnier mit vielen mitfiebernden Zuschauern. Das Aachener CHIO ist schlichtweg einzigartig", erklärt Holger Hetzel.

Aufgrund des zweiten Platzes bei den Deutschen Meisterschaften der Springreiter mit seinen beiden Spitzenpferden "Legioner" und "Come to win" gehörte Hetzel in diesem Jahr zum Aufgebot der Deutschen Reiter beim CHIO in der Kaiserstadt. Und so reiste sein Team mit "Legioner" und "Come to win" bereits einen Tag vor der großen Eröffnung in die Pferdestadt, um den Veterinärcheck erfolgreich zu erledigen, bevor die eigentlichen Springprüfungen starteten.

"Wie es auch immer laufen wird, ich freue mich wahnsinnig in der Soers zu starten, versuche mit meinen Sportpartnern an die Leistungen der vergangenen Monate anzuknüpfen und werde jede Runde in vollen Zügen genießen", hatte Hetzel vor Beginn der Veranstaltung gesagt. Schließlich sei es eine große Ehre, dort auf die weltbesten Springreiter zu treffen. Denn Aachen sei das Wimbledon des Reitsports und entpuppte sich erneut als Weltfest des Pferdesports.

Erinnerungen wurden wach. Der letzte Start von Holger Hetzel in der Soers war im Jahr 1995 mit dem Pferd "Gipfelstürmer". Umso schöner für den Pfalzdorfer, nach 22 Jahren wieder dort reiten zu können. Beide Pferde, die der Pfalzdorfer Horseman für diese extravagante Bühne vorgesehen hatte, stellten sich sich in absoluter Topform vor. Einige Nullrunden mit Platzierungen waren die bemerkenswerte Ausbeute. Pech hatte er in der Springprüfung um den Preis von Europa. Denn ein leichter Springfehler verhinderte am Ende die Teilnahme am Stechen.

"Ich war mit den Leistungen meiner Pferde sehr zufrieden. Denn sie haben mir gezeigt, dass ich unter den Top-Springreitern der Welt auf allerhöchstem Niveau absolut konkurrenzfähig war beziehungsweise bin. Dieses gibt mir für die kommenden Turniere viel Zuversicht und Motivation", sagte der Nationenpreisreiter gegenüber unserer Redaktion, für den Aachen einfach etwas Besonderes sei, "die Bedingungen, die Atmosphäre, die Zuschauer, einfach alles".

"Ehrlich gesagt, war es auch für uns als Team in Aachen einfach unglaublich spannend und aufregend zugleich, wobei wir mächtig stolz auf die Leistungen von Holger und seinen Pferden sind", schiebt Anna Lehmeyer mehr flüsternd nach, während sich Hetzel bereits wieder der Aus- und Weiterbildung seiner Pferde widmet.

Quelle: RP
 
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