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Lokalsport
Germania kann zum Meistermacher werden

Ringen. In den meisten deutschen Oberligen geht vor dem letzten Kampftag bei den Ringern die Angst um. Kuriosum: Nicht der Abstieg, vielmehr der Aufstieg bereitet den Vereinen Kopfzerbrechen. Denn: Der Deutsche Ringerbund hat die zweite und erste Bundesliga zusammengelegt und erstmals eine Aufstiegspflicht für die Meister der jeweiligen Oberliga beschlossen. Da aber kaum ein Verein die Finanzen für die Erste Liga stemmen kann, gibt es dieses Jahr zum Ende der Saison absurde Kampfergebnisse: So haben die beiden Spitzenreiter der hiesigen Oberliga, Neuss und Essen ihren Kampf gegeneinander beide verloren: Das Kampfergebnis ist 0:0, da Neuss mit nur neun Ringern (sechs davon mit Gewicht) und Essen mit neun Ringern (davon sieben mit Gewicht) antraten.

So stehen jetzt Essen, Köln-Mülheim und Neuss punktgleich auf den ersten drei Plätzen in der Tabelle. Das heißt, wenn man davon ausgeht, dass Essen und Neuss bei den nächsten, also dem letzten Kampftag wiederum so lückenhafte Mannschaften aufstellen, dann kann Köln-Mülheim noch Oberligameister werden. Voraussetzung allerdings: Die Domstädter müssten heute Abend in Krefeld ihren letzten Kampf der Saison gewinnen - wonach man nach dem derzeitigen Stand der jeweiligen Papierform von ausgehen kann. Gespannt sein darf man, ob die Kölner dies überhaupt wollen, oder ob sie auch eine reduzierte Mannschaft stellen, oder ob einige mit Übergewicht antreten werden. Der Kampf heute wird mitentscheiden, wer in die höchste deutsche Klasse aufsteigen wird. Germania Krefeld kann bei einem Sieg noch auf den fünften Platz aufsteigen. Es wird mit einer vollen Halle i gerechnet. Kampfbeginn an der Steinstraße ist um 20 Uhr.

(oli)
 
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