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Lokalsport
KSV Germania startet in der Verbandsliga

Krefeld. Ringen: Durch unbegrenzte Ausländereinsätze sah der Verein keine Zukunft mehr in der Oberliga. Von Frank Langen

Die Entscheidung mit der 1. Mannschaft freiwillig aus der Oberliga abzusteigen und zur kommenden Saison in der Verbandsliga anzutreten ist den Verantwortlichen der KSV Germania Krefeld sicherlich nicht leicht gefallen. Dennoch zeigt dieser, wenn auch schmerzvolle Schritt, dass sich der Verein seiner Philosophie die Treue hält und jugendliche Ringer durch gute Arbeit fördert und diesen die Chance gibt sich zu entwickeln. "Durch die neue Regelung, dass Ausländer unbegrenzt eingesetzt werden dürfen, haben wir uns in der Oberliga nicht mehr konkurrenzfähig gesehen. Die Vereine holen Kämpfer, die schon fertig sind und irgendwo in Bulgarien oder Osteuropa ihre Ausbildung genossen haben. Die sind dann zu stark für unsere ganz jungen Leute, die wir behutsam einbauen wollen", sagt der Zweite Vorsitzende Udo Fonger.

Trotz des freiwilligen Abstiegs hat Germania aber weiterhin eine Mannschaft am Start, die mit viel Freude die kommende Verbandsliga-Saison angehen wird. Der Fall, dass bei einem Abstieg die Kämpfer dem Verein den Rücken kehren, trat bei Germania nicht ein. "Der Teamgeist ist vollkommen intakt, wir haben keine Abgänge zu verzeichnen. Unsere Mannschaft hat die gleiche Aufstellung wie schon in der vergangenen Oberligasaison", sagt Fonger weiter. Das Germania durch diese Konstellation automatisch zu einem der meistgenannten Favoriten erklärt wurde, überrascht entsprechend nicht. Allerdings bleibt abzuwarten, wer im Laufe der Saison, die bis zum 12. Dezember geht, die Athleten am Start hat, die auch unverletzt bleiben. Beim Leistungsgefüge in der Verbandsliga kann der ein oder andere Ausfall schon sehr viel ausmachen. Beim Kampfauftakt am Samstag gegen TuS Aldenhoven wird sich zeigen, wie gut die Germania-Ringer sind. Einen besonderen Höhepunkt hat der Verein, der in diesem Jahr sein 125-jähriges Jubiläum feiert, im November zu bieten. Am 18. November zieht der KSV Germania für sein Heimkampf gegen den TV Essen-Dellwig II von der kleinen Halle an der Steinstraße in die Kurt Tucholsky-Halle. Einen Tag später findet an gleicher die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft der Frauen statt, bei der Aline Focken mit dem NRW-Damenringerteam seinen Titel verteidigen will.

Quelle: RP
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