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Kreis Heinsberg
Grünen-Kreisverband wählt Erkelenzer ins Sprecher-Duo

Kreis Heinsberg. Neuer Schwung für den Kreisverband Heinsberg von Bündnis 90/Die Grünen. Bei der Mitgliederversammlung in Doveren wurde am Freitag der gesamte Vorstand neu gewählt.

Der Erkelenzer Christoph Stolzenberger ist dessen neuer Sprecher, eine 18-Jährige möchte neue Ideen einbringen und Wiederwahlen bestätigten die Arbeit der erneut angetretenen Vorstandsmitglieder. Als Referenten waren Staatssekretärin Martina Hoffmann-Badache aus dem nordrhein-westfälischen Gesundheitsministerium und Peter von der Forst, stellvertretender Regionaldirektor der AOK, zu Gast. Sie informierten die Parteimitglieder über die elektronische Gesundheitskarte für Flüchtlinge.

"Ein Kreisverband sollte meiner Meinung nach Impulsgeber, Taktgeber für die Landes- und Bundesebene sein", erklärte Stolzenberger. Gemeinsam mit Regina Schaaf, die als Sprecherin wiedergewählt wurde, steht er nun an der Spitze des Heinsberger Kreisverbandes. Den geschäftsführenden Vorstand komplettieren Dr. Gerd Arndt (Kassierer) und Michael Hofmann (Schriftführer). Alle wurden mit großer Mehrheit gewählt. So auch die 18-Jährige Carmen Vondeberg, die ab sofort als Beisitzerin im Vorstand mitarbeitet. Sie möchte eine neue Perspektive in den Vorstand einbringen und die Jugend der Grünen im Kreis Heinsberg stärken. Dabei kann die junge Beisitzerin auf Erfahrungen aus dem Jugendlandtag NRW und einem Praktikum bei der Grünen-Landtagsabgeordneten Dr. Ruth Seidl aus Wassenberg zurückgreifen. Die Mitgliederversammlung bestätigte auch Gabi Schößler in ihrem Amt als Beisitzerin.

"Wir hoffen, dass Heinsberg nicht die letzte Kommune im Kreis sein wird, die irgendwann die Gesundheitskarte einführt", sagte Sprecherin Regina Schaaf. Sie freute sich, Referenten begrüßen zu können, die über Erfahrungen und Handhabung mit der elektronischen Gesundheitskarte für Flüchtlinge informierten. Die Grünen haben unter anderem in den Stadträten von Erkelenz und Hückelhoven Anträge auf eine Einführung der Gesundheitskarte gestellt. Diese wurden in den Räten bis zum jetzigen Zeitpunkt vertagt. In Wassenberg wurde der Antrag abgelehnt.

"Wir haben die Erfahrungen aus Hamburg und Bremen, dass die Flüchtlinge sehr verantwortungsbewusst mit der Gesundheitskarte umgehen", sagte Martina Hoffmann-Badache. Nach Ansicht der Staatssekretärin würden die Verwaltungskosten für die Kommunen mit der Einführung der Gesundheitskarte sinken. In den Kommunen des Kreises Heinsberg würde die AOK die Gesundheitskarte ausgeben. Für die genaue Umsetzung hat das Land Nordrhein-Westfalen mit verschiedenen Krankenkassen einen Rahmenvertrag ausgehandelt. "Für die Gesundheitsversorgung sind grundsätzlich die Kommunen zuständig", sagte Peter von der Forst. Mit der Gesundheitskarte würden die Krankenkassen diese Leistung auftragsweise zur Verfügung stellen.

(anek)
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