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Radsport
Mit dem Rad über die Alpen

Radsport: Mit dem Rad über die Alpen
Daniel Lambertz (l.) mit seinem Teampartner Tim Gasseling. FOTO: PRIVAT
Erkelenz. Der Erkelenzer Daniel Lambertz nimmt ab morgen am härtesten Mountainbike-Etappenrennen über die Alpen teil. Mit seinem Partner Tim Gasseling wird er bis zum 25. Juli 625 Kilometer und fast 20 000 Steigungsmeter bewältigen. Von Hendrike Gierth

Das lange Warten und die extrem harten Monate der Vorbereitung sind zu Ende - nur noch einmal schlafen, dann beginnt für Daniel Lambertz eine der größten Herausforderungen seines Lebens. Der Erkelenzer startet ab morgen beim härtesten Mountainbike-Etappenrennen über die Alpen.

Beim Craft Bike Transalp müssen die Teilnehmer von Ruhpolding ins italienische Riva Del Garda 625 Kilometer und fast 20 000 Steigungsmeter in sieben Etappen bewältigt. Rund 1200 radsportbegeisterte Mountainbiker aus über 40 Ländern nehmen in Zweierteams teil, darunter neben Szenengrößen wie den Vorjahressiegern Markus Kaufmann und Jochen Käß auch Weltmeister und Olympiasieger Jaroslav Kulhavy oder der deutsche Marathon-Meister Tim Böhne, auch der 32 Jahre alte Erkelenzer mit seinem Partner Tim Gasseling aus Kleve. "Als ich 2007 mit dem Radsport begann, war es für mich unvorstellbar, jemals ein Etappenrennen zu fahren. Jetzt stehe ich beim härtesten Rennen über die Alpen am Start", sagt Lambertz. 105 Kilogramm brachte der Erkelenzer damals auf die Waage - nicht gerade das Idealgewicht für Kletterpartien mit dem Rad.

Inzwischen sieht das natürlich ganz anders aus: Das Duo hat eine harte Vorbereitung absolviert und dabei ein Trainingspensum von knapp 60 bis 70 Stunden und tausenden Kilometern pro Monat abgespult. Zudem standen einige Rennen auf dem Plan "in denen wir unter Rennbedingungen an der Teamtaktik gefeilt und durch gute Platzierungen das notwendige Selbstvertrauen getankt haben", sagt Lambertz. Denn das Duo vom Niederrhein verfolgt ab morgen ein recht ehrgeiziges Ziel: "Wir möchten nach den sieben harten Etappen in Riva am Gardasee ankommen und uns unter die ersten 100 von 600 Teams platzieren", sagt der Erkelenzer.

Bis dahin ist es allerdings ein langer und steiniger Weg, der mit vielen Herausforderungen gespickt ist. Gleich auf der dritten Etappe wartet eine Kletterpartie der Extra-Klasse auf das Teilnehmerfeld. Zum ersten Mal seit zehn Jahren müssen die Fahrer wieder 1900 Steigungsmeter hinauf auf das 2500 Meter hohe Tauernkreuz, einen Tag später wartet die berühmte Sextner Sonnenuhr, die von den Bergriesen Neuner, Zehner, Elfer, Zwölfer und Einser gebildet werden, und die Drei Zinnen. Auf der Schlussetappe wartet dann noch der anspruchsvolle Trail - ein steiniger schmaler Trampelpfad - von Tongola hinab nach Caoria bis hin zum Anstieg auf den Bocca Di Vaiona über 1700 Steigungsmeter. Einige Strecken ist Lambertz im Vorjahr schon mal spiegelverkehrt gefahren, um sich einen ersten Eindruck zu holen. "Das Bike Transalp ist das Mekka der Mountainbiker", sagt Lambertz. Rund 30 000 Zuschauer werden zu dem Großereignis mit Etappenorten in Deutschland, Österreich und Italien erwartet.

Quelle: RP
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