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Langenfeld
Mit Regenhut zur Karibik-Nacht

Langenfeld: Mit Regenhut zur Karibik-Nacht
Eine von vielen Besuchergruppen, die am Samstagabend in Langenfeld viel Spaß hatten: Regina Bruna-Maeder (2. v. r.) und ihre Clique. FOTO: RALPH MATZERATH
Langenfeld. Die Fans ließen sich vom Wetter nicht schrecken. Dann wurde es doch noch schön. Von Isabel Klaas

Für die Langenfelder ging am Samstagabend die Sonne erst um 20 Uhr auf. Da nämlich spannte sich über die Karibik-Nacht endlich der Himmel, den die Einzelhandelsgemeinschaft für ihr Fest verdient hatte. Nach zwei Stunden ergiebigen Nieselregens zu Beginn, wurden die Vorhersagen des Wetterberichts wahr, und die Sonne lugte noch ein bisschen vor dem Untergehen hervor.

Eine ganze Reihe eingefleischter Karibiknacht-Fans hätte sich aber auch durch Dauerregen nicht vom Besuch abhalten lassen. So wie Claudia Schulz aus Langenfeld, die nornalerweise bis 20 Uhr bei Edeka Hövener an der Kasse sitzt. "Ich habe heute endlich mal frei und kann zur Karibik-Nacht gehen. Und das nutze ich, egal, was für ein Wetter ist", sagte sie. Mit ihr kamen noch 13 Freunde, die nasse Füße riskierten, um Marquinho und seine Band auf dem Galerie-Platz zu hören und Caipirinha zu trinken.

Mit sechs Bühnen und sieben Standorten ist die Karibik-Nacht die größte Veranstaltung der Stadt und weiter über ihre Grenzen bekannt und beliebt. Nicole (38) und Tina (42) waren aus Leverkusen gekommen. Sie hatten sich stilecht schon Hawaii-Blumenketten umgehängt und sich fein gemacht. Auch für sie ist der freie Samstagabend nicht die Regel. Die Mädels, die sonst beispielsweise hinter der Theke bei der Bierbörse in Opladen stehen und bedienen, wollte nun endlich mal ein Event aus der Sicht des Gastes erleben. Und sie waren begeistert, besonders von der lateinamerikanischen Musik. Regina Bruna-Maeder kam in Wachsjacke und Regenhütchen. "Es gibt kein schlechtes Wetter, nur falsche Kleidung", sagte die Reiterin, für die Regen eh keine Rolle spielt. Die Laune ließ sich offenbar niemand vermiesen. Ingo Schulz kredenzte vor seinem Laden "Lebenslust" Sekt-Cocktails in poppigen Farben. "Hier ist alles prima. Ich stehe trocken", sagte er. Auch sein Nachbar an der Schoppengasse, der Chef von Viva la Moda, ging ganz auf in seinem Job als Barkeeper.

Sobald der Regen aufhörte, füllten sich Marktplatz und Hauptstraße. Wer eigentlich nur mal Luft schnappen wollte nach einem verregneten Tag, blieb bei den bezaubernden brasilianischen Tänzerinnen "hängen" und ließ die Hüften kreisen. Zum Feuerwerk erreichte die Karibik-Nacht dann fast wieder ihre alten Besucherzahlen. Und Curacao, Kuba und Jamaika wurden für ein paar Stunden zu Ortsteilen von Langenfeld. Die Gelegenheit, bis 20 Uhr die Läden zu öffnen, nutzten allerdings nur wenige Geschäftsleute.

Quelle: RP
 
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