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Leverkusen
A1-Ausbau: Bund entscheidet über Umsetzung, Land plant, baut, betreibt

Leverkusen. Im Erörterungstermin zum Ausbau der A1 zwischen Köln-Niehl und dem Leverkusener Kreuz West (Rheinbrücke) schafften die Beteiligten - private Einwender, Institutionen, die Autobahnbehörde Straßen.NRW und die Bezirksregierung Köln - zum Auftakt vier von zwölf angesetzten Tagesordnungspunkten. Darunter allerdings die Begrüßung und Eröffnung, die Erläuterungen zu Offenlageverfahren und Planfeststellungsverfahren und der Vortrag von Projektleiter Thomas Raithel (Staßen.NRW) zum Vorhaben. Im vierten Punkt auf der Agenda ging es um "Verfahrenseinwendung, Grundlagen und Umfang der Planung, Variantenprüfung". Von Ludmilla Hauser

Raithel wertete am Abend des ersten, teils auf der Einwenderseite emotionsgeladenen Tages den Auftakt des Erörterungstermins so: "Offene Fragen wurden konstruktiv diskutiert und wir hatten ausreichend Gelegenheit, unsere Position darzustellen."

In Sorge waren vor allem die Leverkusener Einwender, dass eine Tunnellösung für die jetzige Stelze zwischen Küppersteg und der Brücke gar nicht mehr möglich sein könnte, wenn die Rheinbrücke so gebaut würde, wie sie die Planer von Straßen.NRW am Montag nochmal vorstellten: ein achtspuriger Brückenbau, in jede Fahrtrichtung kommen dann noch zwei Ein-/Ausfädelspuren hinzu, die - wegen der Kürze der Strecke - auf der Brücke durchlaufen sollen, wie Straßen.NRW-Vertreter Christoph Jansen erläutert hatte.

Von der Autobahnbehörde hieß es gestern: "Auch wenn wir die Rheinbrücke bauen, können wir statt der Stelze einen Tunnel bauen." Dazu müsse die B8 (Europaring) teils höher gelegt werden, damit der Tunnel untendrunter machbar sei. Während in Köln-Mülheim der Erörterungstermin möglicherweise noch bis Freitag läuft, tut sich - laut Angaben von Leverkusens SPD-Bundestagsabgeordnetem Karl Lauterbach zum Thema A1-Ausbau wenig bis gar nichts.

Dabei gilt, bestätigte gestern das Landesverkehrsministerium NRW auf RP-Anfrage: "Der Bund entscheidet über die Umsetzung der Maßnahme." Ein Sprecher verdeutlichte: "Bei Bundesstraßen und Autobahnen liegt alle Baulast beim Bund. Der Bau einschließlich der Planung sowie der Betrieb sind im Rahmen der Auftragsverwaltung an die Länder übertragen worden. In Nordrhein-Westfalen übernimmt dies der Landesbetrieb Straßenbau NRW." Die Bezirksregierung Köln sei in dem Prozess für das Genehmigungsverfahren zuständig.

Wie weit der Erörterungstermin in Köln-Mülheim gediehen ist - gestern Abend endete man im Punkt 6 "Schadstoffemissionen, Deponie, Altlast- und Bodenschutz" - können Interessierte etwa übers Internet einsehen: http://www.bezreg-koeln.nrw.de/brk_internet/a1_eroerterungstermin/index.html.

Quelle: RP
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