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Leverkusen
Erste Chefärztin an St.-Remigius-Klinik

Leverkusen: Erste Chefärztin an St.-Remigius-Klinik
Claudia Münks-Lederer übernimmt die Leitung der Inneren Medizin am St.-Remigius-Krankenhaus in Opladen und führt dort ein Team von Spezialisten. FOTO: Uwe Miserius
Leverkusen. Claudia Münks-Lederer (55) übernimmt die Leitung der Inneren Medizin. Die Düsseldorferin arbeitete zuletzt in Bayern. Von Cristina Segovia-Buendía

Dr. Claudia Münks-Lederer ist neue Chefärztin am St. Remigius Krankenhaus und übernimmt die Nachfolge von Dr. Marc Spielmanns als Leiterin der Inneren Medizin. Die 55-Jährige ist als Lungenfachärztin mit weiteren Zusatzausbildungen nicht nur überaus qualifiziert für den Posten, die gebürtige Düsseldorferin ist auch die erste Frau überhaupt an der Spitze einer Klinikabteilung der Kplus-Gruppe, dem regionalem Träger des Krankenhauses in Opladen.

Mit der neuen Stelle als Chefärztin am St. Remigius kehrt Münks-Lederer zurück in ihre alte Heimat. Doch das allein, gesteht sie, "obwohl es durchaus reizvoll ist", sei nicht der einzige Grund gewesen, wieso die Medizinerin den Posten in Opladen angenommen hat. "Mich reizt die neue Aufgabe wieder in die allgemeine Innere Medizin zu gehen, nachdem ich zuletzt eine reine Pneumologie-Abteilung geleitet habe."

In Opladen wird sie ein komplettes Team mit vielen hoch qualifizierten Kollegen aus drei großen Abteilungen (Diabetologie, Gastroenterologie und Pneumologie) leiten. "Hier wird der Patient von einem Spezialisten-Team als Ganzes betrachtet und nicht durch die verschiedenen Abteilungen gereicht. Das schätze ich besonders." Die Arbeit ihres Vorgängers Dr. Marc Spielsmanns, der am St. Remigius die pneumologische Rehabilitation etabliert hat, möchte die 55-Jährige weiter ausbauen. "Der Reha-Bereich ist hier einmalig und wirklich einzigartig."

Die Düsseldorferin, die für die neue Stelle nach Opladen gezogen ist, absolvierte ihr Medizinstudium in ihrer Geburtsstadt und wechselte später, zur fachärztlichen Weiterbildung für Innere Medizin und Pneumologie ans Städtische Klinikum in Solingen. Dort arbeitete sie zusätzlich in den Bereichen der Gastroenterologie (Magen-Darm), Kardiologie (Herz) und Nephrologie (Nieren), ehe sie für 14 Jahre nach Bayern ging und in Fürth in der Kardiologie und Pneumologie arbeitete. Nach ihrer gescheiterten Ehe, aus der zwei Kinder (20 und 22) hervorgingen, kehrte sie nach NRW zurück, arbeitete als leitende Oberärztin in Werne und zuletzt als Chefärztin am Klinikum Vest mit den Standorten Recklinghausen und Marl.

Krankenhaus-Direktor Dr. Martin Biller freut über den Neuzugang, der einen Meilenstein in der Geschichte des St. Remigius Krankenhauses in Opladen bedeutet. "Die Leitung hat sie nicht bekommen, weil sie eine Frau ist", betont Biller. Es sei ihre fachliche Qualifikation, die Kombination ihrer Kompetenzen gewesen, die ihn überzeugt hätten. "Sie ist wohl in der Diagnostik, als auch in der Therapie und Intervention bewandert und bringt darüber hinaus die nötigen Führungsqualitäten und Empathie mit, die nötig sind, um eine so große Abteilung zu leiten." Um Münks-Lederer vielfältige Qualifikationen komplett zu nutzen, so der Klinik-Direktor, müsse im Krankenhaus nun aber technisch noch weiter aufgerüstet werden.

Quelle: RP
 
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