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Leverkusen
Kulinarischer Marathon im Bergischen Dorf

Leverkusen. Dass SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach mit Enthusiasmus über politische Themen spricht - bekannt. Dass er Weihnachtsmärkte mag - eher weniger. Ist aber so. "In Berlin gehe ich gerne zum Markt auf dem Alexanderplatz, weniger zum Gendarmenmarkt, der ist mir zu touristisch geworden. Und wenn ich in Leverkusen bin, gehe ich auf die hiesigen Märkte und nach Köln. Das erinnert mich an meine Kindheit." Von Ludmilla Hauser

Bratwurst Da habe er gerne Thüringer Rostbratwurst gegessen und - "als ich alt genug dafür war" - gerne Glühwein getrunken, erzählt er kurz nach der Eröffnung des Bergischen Dorfes in Opladen gestern. Er nippt an der Weihnachtstasse mit dampfendem Glühwein am Stand von Liesel Jackmuth. "Der ist gut. Das ist ein klassischer Glühwein, nichts mit Mandelaroma oder was sonst darunter gemischt wird." Liesel Jackmuth strahlt ob des Kompliments. Für Lauterbach mag es der erste Glühwein des Jahres gewesen sein, für Jackmuth nicht. Die hat bereits vor der Marktöffnung um 11 die erste Tasse Glühwein an einen Stammkunden rausgegeben. Preise? "Seit Jahren stabil", sagt sie.

Glühwein Ein Glühwein kostet 2,50, ebenso Kinderpunsch und Kakao. Die Preise fürs klassische Weihnachtsmarktgetränk sind an allen drei großen Glühwein-Kinderpunsch-Lumumba-Kölsch-&-Co.-Ständen so. Zum ersten Mal dabei ist Claudia Wolter mit Eisbären und Schneehasen als Hüttendeko und Winzerglühwein im Ausschank, "der kommt nicht aus der Metro."

Backfischbrötchen Wer sich getränke- und imbisstechnisch über den Opladener Weihnachtsmarkt arbeitet, und das taten gestern Mittag viele Leute, fängt bei Süßkram und Backfischbrötchen (ab fünf Euro) an der Aloysiuskapelle an, schlürft den ersten Glühwein unterm singenden Elch bei Jackmuth, genehmigt sich eine Dampfnudel (4,50) oder Waffel (zwei Euro) und/oder nebenan drei Reibekuchen (pur 3,50, mit Apfelmus vier Euro). "Den Teig machen wir frisch - je nach Bedarf", sagt Olga Luxem und deutet auf Tütenberge mit bereits geschälten Kartoffeln.

Fritten klein Dann endlich das erste Häuschen anderen Inhalts: Geschenkartikel. Hübsch: An fast jeder der neuen blauen Buden mit weißem Dach gibt's Namensschildchen. An der mit der Bonbonauslage steht "Bonbons", am Haus mit Mandelpaste mit Pistazienstücken (100 gr drei Euro) und anderen süßen Verführungen "Feinkost". Auf dem Weg zu Claudia Wolters Glühweinstand gibt's Kinderkarussell, erlesene Käse und Wurstspezialitäten (Trüffelsalamistück fünf Euro), Hamburger, weitere Handwerkerhäuschen, Imbissbuden: Fritten klein zwei Euro, Bratwurst 2,50. Zu der greift Lauterbach nicht mehr: Er ist seit 25 Jahren Vegetarier.

Flammkuchen Neben der mittleren Glühweinbude bietet Metallkünstler Alexander Kraus aus Ostbevern außergewöhnliche Objekte an. Nach mehr blauen Häuschen folgt ein Flammkuchenstand (z.B. mit Lachs/Speck 4,50), Krippen und wieder was zu Essen (Schaschlik, Schnitzel vier Euro, Frikadelle zwei Euro). Und dann endet der Markt so, wie er angefangen hat - mit Glühwein. Lauterbach hat nur von einem gekostet - wegen der beruflichen Anschlusstermine.

Quelle: RP
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