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Mönchengladbach
Beim Feuerwehr-Wettstreit durften auch Kinder starten

Mönchengladbach. Sie schleppen schwere Schläuche, tragen Dummys bis zur Erschöpfung und spurten in unter vier Minuten das Treppenhaus des Elisabeth-Krankenhauses hoch. Den rund 300 Feuerwehrleuten, die am Wettstreit "Toughest Firefighter Alive" (TFA) teilnahmen, wurde alles abverlangt. Doch die Profis der Feuerwehren aus neun Nationen waren nicht die einzigen, die sich beim spektakulären Wettkampf erprobten. Auf der Wiese hinter der Mutter-Kind-Klinik gab es einen TFA im Miniformat. Dort konnten sich Kinder versuchen. Von Christian Lingen

"Hier steht der Spaß im Vordergrund. Jedes Kind bekommt eine Urkunde und darf stolz sein", erklärte Thomas Eckers. Der Stadtjugendfeuerwehrwart betreute den Kinder-TFA. Theo war eines der Kinder, die antraten. Zuerst musste er im Slalom um Pylone laufen, dann mit einem Schlauch balancieren, eine kleine Leiter hochklettern, durch einen Kriechtunnel krabbeln und schließlich ins Ziel laufen. Dort strahlte er Alexander von den Steinen vom Verband der Feuerwehren in NRW an. Als Organisator des Kinderwettbewerbs verteilte er die Urkunden. Doch was ein richtiger kleiner Feuerwehrmann ist, der ist nach dem Kinder-TFA noch lange nicht müde.

Gleich neben dem Kinderparcours hatte das Technische Hilfswerk (THW) eines seiner Fahrzeuge aufgebaut. Den zweiten Tag des TFA nutzte die Feuerwehr Mönchengladbach für ein kleines Feuerwehrfest. Weil die Florianer häufig mit dem THW zusammenarbeiten, waren die Kameraden mit dabei und konnten einiges bieten. Theo durfte sich alles ansehen. Besonders freute er sich, dass er einen kleinen Helm und eine Weste des THW anziehen durfte. Aber wo ist es in einem richtigen Fahrzeug am spannendsten? Klar, im Führerhaus. Dort durfte Theo Platz nehmen und sich wie ein richtiger Katastrophenhelfer fühlen.

Durch die Windschutzscheibe hatte er beste Sicht auf den richtigen TFA und sah, wie sich Feuerwehrleute zum Beispiel aus den USA, Portugal und Norwegen auspowerten. Nicht immer ging das ohne Blessuren ab. So zog sich ein Feuerwehrmann aus Dinslaken an der zweiten Station beim Schlagen eines Gewichtes eine schwere Zerrung am Rücken zu und kam in die Notaufnahme. Da war es Ironie des Schicksals, dass der Wettbewerb an einem Krankenhaus stattfand.

Nach dem letzten Starter verlagerte sich der TFA zum Sommerfest der Freiwilligen Feuerwehr Wickrathberg. Dort fand die Siegerehrung statt. "Toughest Firefighter Alive" und damit Deutscher Meister wurde Joachim Posanz von der Feuerwehr aus Göttingen. Den Staffelwettbewerb gewann das Feuerwehr-Team aus Polen.

Quelle: RP
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