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Mönchengladbach
Das Menü vom Weihnachtsmarkt

Mönchengladbach: Das Menü vom Weihnachtsmarkt
Auf dem Rheydter Weihnachtsmarkt gibt es Spießbraten. Dort kann man sich auch ein großes Stück einpacken lassen. FOTO: Andreas Gruhn
Mönchengladbach. Wer es auch heute nicht schafft, die Zutaten für das Festessen einzukaufen oder wem die Geschäfte zu voll sind, der kann sich am Sonntag noch auf den Weihnachtsmärkten eindecken. Wir geben Ihnen Tipps für Haupt- und Nachspeise. Von Sabine Kricke

Stellen Sie sich vor, Sie wachen am 24. Dezember auf, und Ihr Kühlschrank ist leer! Fast alle Geschäfte haben geschlossen - wie soll jetzt das Weihnachtsessen gerettet werden? Schauen Sie doch mal auf dem Weihnachtsmarkt vorbei. Der hat kulinarisch für jeden etwas zu bieten.

Mal eben in den Supermarkt gehen und dort das Benötigte einkaufen - geht leider nicht. Der 24. Dezember fällt in diesem Jahr nämlich auf einen Sonntag. Zwar dürfen Lebensmittelgeschäfte theoretisch ein paar Stunden öffnen, fast alle Filialen der großen Ketten lassen ihre Türen jedoch aus Rücksicht auf ihre Mitarbeiter geschlossen.

Bratwurst geht immer. Die könne man gemeinsam mit Brot abends für einige Minuten im Ofen erwärmen, sagt Schausteller Bruno Dreßen. FOTO: Shutterstock

Aber keine Panik - einige Weihnachtsmärkte in der Region, so zum Beispiel in Mönchengladbach und Rheydt, haben am 24. Dezember für einige Stunden geöffnet. Und dort lassen sich wunderbar schon fertige Gerichte einkaufen, die am Abend auch noch schmecken - vorausgesetzt, Sie haben einen Ofen oder eine Mikrowelle.

Zur Nachspeise schokoladenüberzogene Erdbeeren? Wer eine Stunde vorher Bescheid gibt, bekommt sie am 24. Dezember in einer besonderen Version. FOTO: Sabine Kricke

Bruno Dreßen ist bereits seit 25 Jahren im Weihnachtsmarkt-Geschäft in Mönchengladbach tätig. Wie in jedem Jahr wird sein Weihnachtsdorf am Alten Markt Heiligabend geöffnet sein - von 11 bis 15 Uhr. Wegen des besonderen Datums hatte Dreßen zwar kurz überlegt, den Weihnachtsmarkt am 24. zu schließen, hat sich jedoch dagegen entschieden. "Der Weihnachtsmarkt ist einfach jedes Jahr Treffpunkt für Gladbacher, die sich an dem Tag noch einmal vor Weihnachten sehen wollen. Da wird gewichtelt, Glühwein getrunken und erzählt", sagt Dreßen. Oder eben das Weihnachtsmenü gerettet.

Germknödel gibt es in allen Variationen - mit Kirschen, Mohn, Nutella, Zimt und Zucker oder Haselnuss. FOTO: Sabine Kricke

Das Getränk Was gibt es Leckereres, als zum Einstimmen auf Heiligabend einen warmen Glühwein zu trinken? Bei der Glühweinhütte von Bruno Dreßen kann man sich den winterlichen Trunk in eine Thermokanne umfüllen lassen und auch zu Hause genießen. Für das nächste Jahr überlegt der Betreiber, den Glühwein ohnehin in Kannen zu servieren. "Dann braucht man sich nicht immer anzustellen", sagt er.

Das Hauptgericht "Bratwurst geht immer", sagt Dreßen. Die könne man gemeinsam mit dem Brot für einige Minuten im Ofen erwärmen. "Das schmeckt dann immer noch sehr gut", versichert der 55-Jährige. Wer noch ein paar Zwiebeln zu Hause hat, kann die klassische Bratwurst damit wunderbar verfeinern. In feinen Ringeln geschnitten und mit Butter in der Pfanne angedünstet sind sie ein leckeres und raffiniertes Topping auf der Wurst im Brötchen. Wer es festlicher mag, der kann sich auf dem Weihnachtsmarkt in Rheydt ein großes Stück Spießbraten einpacken lassen. Der lässt sich nämlich ebenfalls wunderbar im Ofen erwärmen. Mag man es ein wenig ausgefallener, so kann das man das Stück Fleisch vorher mit etwas Honig bestreichen, das gibt ein schönes Aroma. Der Weihnachtsmarkt in Rheydt hat ebenfalls von 11 bis 15 Uhr geöffnet.

Die Nachspeise Wer noch keinen Nachtisch hat, der wird auf dem Weihnachtsmarkt besonders gut fündig. Vor allem die Germknödel bei Jennifer Dreßen gibt es in allen erdenklichen Variationen: mit Kirschen, Mohn, Nutella, Zimt und Zucker oder Haselnuss - aber immer mit Vanillesoße. Auf einen Teller gestellt und in die Mikrowelle geschoben, duftet nach zwei Minuten die ganze Küche wie eine Weihnachtsbäckerei. Um dem bayrischen Nachtisch noch ein Krönchen aufzusetzen, hat Marie-Lu Michels-Hurtmanns eine Idee: Sie betreibt im Weihnachtsdorf einen Süßwarenstand. Als Nachtisch empfiehlt die Süßigkeiten-Expertin mit Schokolade überzogene Erdbeeren.

Die Freilanderdbeeren stammen laut Michels-Hurtmanns aus Ägypten, bei dem süßen Überzug handelt es sich um belgische Pralinenschokolade. Klassisch gibt es die Erdbeeren am Spieß, aber für Kunden, die rund eine Stunde vorher Bescheid geben, hat Michels-Hurtmanns etwas Besonderes im Angebot: Am 24. Dezember ummantelt sie die Erdbeeren auch einzeln, so dass man sie auf einem Nachtischteller garnieren kann. Das grüne Krönchen bleibt dann erhalten - als optisches Highlight.

Wohl bekomm's.

Quelle: RP
 
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