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Mönchengladbach
Minister Duin erkundet das Tourismusziel Mönchengladbach

Mönchengladbach. Aus dem Cockpit ist er gar nicht mehr wegzukriegen, und beim Verlassen der Maschine klopft er liebevoll auf die Wellblechhülle - die Ju 52 im Hugo-Junkers-Hangar hat auch NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin wie so viele vor ihm beeindruckt und fasziniert. Noch beeindruckter aber ist er von den Leuten, die diese Maschine pflegen, warten und fliegen. "Es ist großartig, dass es Menschen gibt, die sich ehrenamtlich und mit so viel Leidenschaft darum kümmern", lobt Duin den Verein der Freunde historischer Luftfahrzeuge, dem die alte Tante Ju im Hangar gehört. Von Angela Rietdorf

Es ist kein Zufall, dass der Wirtschaftsminister seine Sommerreise, die im Zeichen des Tourismus steht, im Hugo-Junkers-Hangar in Mönchengladbach beginnt. Schließlich ist viel Geld aus dem Wirtschaftsministerium in das Projekt Hugo-Junkers-Hangar geflossen. Genauer gesagt kamen 80 Prozent der 4,6 Millionen Euro, die das Projekt kostete, aus dem NRW-EU-Ziel2-Programm. Damit hat die "verrückte Idee", wie EWMG-Chef Dr. Ulrich Schückhaus den Hangar gerne nennt, die höchste Fördersumme erhalten, die im Rahmen dieses Programms vergeben wurde.

Nun also möchte der Minister sehen, was aus dem Geld geworden ist und sich gleichzeitig über den Tourismus in Mönchengladbach informieren. Der steckt sicher eher noch in den Kinderschuhen, aber es gibt durchaus Leuchttürme, an denen sich Auswärtige orientieren können, um den Weg nach Mönchengladbach zu finden. Den einen, noch alles Überragenden nennt der Minister natürlich auch zuerst: die Borussia, die dafür sorgt, dass der Name Mönchengladbach überall bekannt ist. Aber auch die großen Open-Air-Konzerte sind Zugpferde. "Ich war mit meiner Frau beim Bruce-Springsteen-Konzert in Mönchengladbach", erzählt Duin.

Im Imagefilm, der dem Minister präsentiert wird, kommt selbstverständlich noch viel mehr Sehens- und Erlebenswertes vor: Schloss Rheydt und Schloss Wickrath, Nobelpreisträger und das Museum Abteiberg, die Hochschule, die Schützen, der Veilchendienstagszug, das Münster, Radfahren, Golfen und Paddeln. Und eben der Hugo-Junkers-Hangar, der in dem knappen Jahr seit seiner Eröffnung 63.000 Besucher angelockt hat. Zu Feiern und Veranstaltungen, aber auch die Tage der Offenen Tür und Rundflugangebote ziehen die Gäste an. "Es ist ein Erlebnis, mit der Ju fliegen zu dürfen", sagt Bernd Huckenbeck, Vorsitzender des Vereins der Freunde historischer Luftfahrzeuge. Die Touren mit der Tante Ju sind beliebt: Auch ohne Werbung sind die Rundflüge bis zum Jahresende ausgebucht. Bald wird noch ein weiteres historisches Flugzeug zur Verfügung stehen: Die F13 Nachtigall soll im September fertig sein und im kommenden Jahr für Rundflüge eingesetzt werden können.

Quelle: RP
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