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Mönchengladbach
RWE legt geändertes Abbaukonzept vor

Mönchengladbach. Nach der Leitentscheidung zur Tagebauverkleinerung von 2016 präsentiert RWE Power einen ersten Entwurf. Von Andreas Speen

Nierenförmig soll einmal ein See auf Erkelenzer Stadtgebiet entstehen, wo heute noch Gehöfte, Dörfer und Äcker sind, bald aber die Bagger hinkommen, um Braunkohle zu fördern. Nördlich und westlich des künftigen Sees, der zunächst allerdings ein über Jahrzehnte wachsendes Tagebauloch sein wird, wird demnächst eine Grubenrandstraße angelegt. Die wird Wanlo mit Kaulhausen und Kückhoven verbinden. Stoßen soll sie dort auf die Landstraße 19, deren Lage zwischen Kückhoven und Holzweiler aber verändert werden könnte. So zumindest hat es RWE Power jetzt dem Braunkohlenausschuss der Bezirksregierung Köln vorgeschlagen. Der jedoch gab sich in diesem Punkt mit dem Entwurf nicht zufrieden und bat bis Dezember um eine weitere Entwurfsvariante.

Die nordrhein-westfälische Landesregierung hatte nach Bewertung der energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen in einer Leitentscheidung vom Mai 2016 beschlossen, dass der Tagebau Garzweiler II zu verkleinern ist, um eine Umsiedlung der Menschen aus Holzweiler, Dackweiler sowie vom Hauerhof zu vermeiden. Der Braunkohlenausschuss der Bezirksregierung Köln, der federführend im anstehenden Braunkohlenplanverfahren ist, ließ sich in einer Klausurtagung in Inden erstmals über Vorstellungen von RWE zum geänderten Abbaukonzept für diesen Tagebau informieren.

Vorgesehen ist in dem nun vorgelegten Entwurf für ein Abbaukonzept des Tagebaus Garzweiler II, das die Jahre ab 2030 behandelt, dass ab diesem Zeitpunkt im Osten von Holzweiler bereits keine Braunkohle mehr abgebaut wird. Dort beginne dann die Rekultivierung, berichtete Susanne Brüggemann von der Bezirksregierung. Außerdem sieht der Entwurf an der Tagebaukante Platz für Grün vor. Brüggemann erläuterte, dass "dort Erholung und Naturschutz vorstellbar sind". Der Ausschussvorsitzende Stefan Götz ergänzte zu diesem Thema: "Es ist Platz für die Ideen aus der Planungswerkstatt vorhanden, die 2016 in Mönchengladbach stattgefunden hatte." Damals hatten Planer begonnen, ein Drehbuch zu schreiben, wie der Tagebaurand während und nach dem Abbaubetrieb für die um ihn herum lebenden Menschen möglichst lebenswert gestaltet werden könnte.

Mit Blick auf die ganz weite Zukunft, wenn aus dem Tagebau einmal ein See geworden ist, erklärte Brüggemann noch, dass trotz der Verkleinerung des Abbaugebietes "die Ufergestaltung weiterhin so vorgesehen ist, dass dieses nutzbar ist." Der Entwurf des neuen Abbaukonzeptes ändere zum Beispiel nichts daran, dass "bei Wanlo ein modellierter Zugang zum See" geschaffen werde.

Quelle: RP
 
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