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Lokalsport
Viele Trophäen, Tumulte, aber keine Reise in die Hauptstadt

Mönchengladbach. Die Weisweiler Elf hat am Wochenende viel eingesammelt. Einen Siegerpokal zum Beispiel. Den gab es in Minden, wo der eine Teil des Traditionsteams Borussias das dortige Turnier gewann durch ein 6:3 im Endspiel gegen Mainz 05. Nebenbei gab es noch zwei Auszeichnungen. Peter Wynhoff bekam die Trophäe für den besten Torschützen und Claus Reitmaier wurde als bester Torhüter ausgezeichnet. Von Karsten Kellermann

Auch in Krefeld, wo die andere Abordnung der Weisweiler Elf beim Budenzauber mitwirkte, gab es ebenfalls diverse Einzelpreise. Mike Hanke heimste gleich zwei ein: Zum besten Spieler wurde er gewählt, zudem gab es für ihn den Preis "Publikumsliebling". Hanke, schon zu seiner Zeit als Profi immer ein Mann der Kurve, wertete das als große Anerkennung und gab den gut 2000 Fans, was ihnen gefällt: "Ich bin stolz darauf, das Trikot mit der Raute zu tragen", sagte Hanke. Ähnlich dürfte auch Chiquinho fühlen, der im Königspalast die meisten Tore aller Protagonisten fabrizierte und dafür geehrt wurde.

"Wir haben einige Pokale abgeräumt. Nur nicht den, den wir unbedingt haben wollten", sagte Weisweiler Elf-Geschäftsführer Jörg Jung mit Blick auf das Geschehen in Krefeld. Damit meinte er nicht den Pokal für den besten Torwart, den Duisburgs Dirk Langerbein einheimste. Jung hätte gern den Siegerpokal entgegengenommen - denn damit wäre die Reise zum Traditionsmasters in Berlin verbunden gewesen. Die tritt nun Schalke 04 an, das den MSV Duisburg im Endspiel nach Neunmeterschießen besiegte.

Zuvor hatte der MSV die Weisweiler Elf im Halbfinale 4:3 geschlagen. Die wiederum hatte sich in der Vorrunde mit zwei Siegen für die Vorschlussrunde qualifiziert. Zunächst gab es ein 5:2 gegen Bochum und das Derby gegen den 1. FC Köln. In dem gab es nicht nur drei Tore, von denen die Alt-Borussen zwei erzielte, sondern auch einen handfesten Tumult, an dessen Ende Gladbachs Valandi Anagnostou und Kölns Matthias Scherz Rot sahen. Scherz entschuldigte sich später bei Anagnostou, es gab Shakehands.

Im Spiel um Platz drei gab es wenig später ein Wiedersehen der Borussen mit dem ungeliebten "Effzeh" - und neuerliche Streitigkeiten. "Beim Derby zwischen Gladbach und Köln muss man nur einen Knopf drücken, dann geht es in so eine Richtung. Vorbildlich war das leider nicht. Andererseits haben wir damit alles bedient, was die Leute vom Derby erwarten", sagte Jörg Jung. Er und die anderen Borussen siegten 6:4. "Es war ein gutes Wochenende für uns. Schade, dass wir in Krefeld das Finale verpasst haben. Wir waren gut drauf und ich glaube, wir hätten das Endspiel gewonnen", sagte Jung.

Quelle: RP
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