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Lokalsport
Wahres Feuerwerk nach der Pause

Kreis. Fussball-Landesliga: der VfB Homberg macht aus einem 0:1 einen 5:1-Erfolg. Von Thomas Tartemann

Zu seiner Zeit bei Hannover 96 griff Trainer Ralf Rangnick zu ungewöhnlichen Methoden. In der Kabine zündete Rangnick einst Silvester-Böller, um bei seinem Team den Blick für das Wesentliche zu schärfen. Beim Fußball-Landesligisten VfB Homberg war während der Halbzeitpause gegen die SpVgg. Odenkirchen kein extremer Krach zu hören. Homberg lag nach indiskutabler erster Halbzeit 0:1 hinten. Coach Stefan Janßen verzichtete auf den Einsatz von Knallkörpern, wählte aber offenbar Worte mit Hallo-Wach-Effekt. "Ich habe meiner Mannschaft zwei, drei Sätze gesagt. Den Inhalt möchte ich aber nicht wiedergeben", so Janßen mit einem Schmunzeln.

Offenbar traf der 46-Jährige den Gehörgang seiner Gefolgschaft. Die Homberger kamen wie verwandelt aus der Kabine und machten aus einem 0:1-Rückstand einen 5:1-Kantersieg. Der überragende Dennis Wibbe sorgte mit einem Doppelschlag für die schnelle Wende (47., 48.). Auf Vorlage von Wibbe und Außenverteidiger Timo Friede gelang Sergen Sezen die Vorentscheidung (57.) gegen immer stärker nachlassende Odenkirchener.

Nach Freistoß von Ogi Cuhaci setzte Marcel Kalski einen Kopfball zum 4:1 in die Maschen (76.). Der zur Pause für den enttäuschenden Mittelfeldspieler Baran Özcan eingewechselte Neuzugang Florian Ortstadt besorgte das letzte Homberger Tor vor 150 inzwischen begeisterten Zuschauern (77.). Sergen Sezen war bei diesem Treffer in die Rolle des Vorbereiters geschlüpft.

"Nach der ersten Halbzeit hätte ich sicherlich mehrere Spieler gleichzeitig auswechseln können", fasste Stefan Janßen nach den turbulenten 90 Minuten auf dem Kunstrasenplatz zusammen, "wir waren nicht da, nicht präsent und haben deutlich vor Augen geführt bekommen, dass wir uns so einen Auftritt nicht erlauben können."

Die Odenkirchener profitierten vom zaghaften Homberger Auftritt in Form eines Eigentors: Timo Welky beförderte den Ball zum 0:1 in die eigenen Maschen (5.).

VfB: Gutkowski - Friede, Welky, Dusy, Can - Kogel - Cuhaci, Wibbe (77. Atabay), Özcan (46. Ortstadt), Sezen (80. Schindler) - Kalski.

Quelle: RP
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